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 Betreff des Beitrags: [8.9.] So wirklich wie nur ein Traum sein kann...
BeitragVerfasst: Dienstag 10. März 2009, 15:06 
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Sophie

(Offgame : Sophies Gabe gerät im Schlaf ausser Kontrolle. Wer möchte, wird in die Traumwelt hinein gezogen... Ob er weiss wo er ist oder ebenfalls nur träumt, liegt bei euch. Zeit und Physik sind wie in jedem Traum unwichtig, liegen aber beim Träumer - Hier also Sophie. Vieleicht mal eine schöne Idee... Und ihr bekommt einen Einblick in ihre Psyche.)


Es ist eine tiefe, dunkle Ebene. Ruinen aus den verschiedensten Zeitaltern und Welten bestimmen sie. Ein umgestürzter Wolkenkratzer reiht sich neben einem aufgerissenen Bunker aus dem ersten Weltkrieg und den verschlissenen Überresten eines römischen Kolosseums... Eine Wüste, aber es ist kalt. Der Sand brennt in den Augen. Am Himmel stehen zwei Monde. Einer davon ist schwärzer als das Dunkel. Einer brennt so hell, dass man nicht hinsehen kann, erleuchtet aber grade genug, alles in ein Zwielicht zu tauchen. Klagendes Heulen klingt aus dem Dunkel, leise, stöhnend, nicht erfassbar.

In der Luft schweben die Zeugnisse der Geschichte... Globen, wie sie in Galileis Werkstatt gestanden haben mögen, Bücher, längst vergessen, Amphoren, Seile, Computer, ein ganzer Oldtimer...

Über allem hängt ein feuchter Geruch... Angstschweiss...

Doch über all dem klingt ein wunderschöner, trauriger Gesang, eine Stimme, glockenhell und tröstend, melanchonisch, aber lieblich... Ein Strahl der Hoffnung in dieser Trostlosigkeit...



Chui

Es ist spät genug, dass sogar gewisse Katzen bereits ihren Schlaf gefunden haben sollten. Darum wundert sich Chui auch nicht, als sie plötzlich wieder zu erwachen scheint und sich in einer fremdartigen Gegend wiederfindet. Sie weiß zwar nicht, dass sie an einem fremden Traum teilhat, doch wundern sich Träumer selten über das, was ihnen widerfährt. Sie erhebt sich von dem kühlen, von Rissen durchzogenen Steinboden auf dem sie lag und blickt sich um in etwas, das wohl einmal eine gotische Kirche war. Die Gerüche sind stark, nach beissendem Sand, aber vor allem nach Sophie. Sie muss sie finden, denkt sie sich.

Sie verlässt die Ruine und schaut sich weiter um, blinzelnd. Die Monde sind komisch... die schwebenden Gegenstände auch. Ob sie hochspringen und einen erhaschen könnte? Und was ist wohl mit den Gebäuden hier passiert? Hier ist ja alles kaputt. "Wo sind die Bäume?" fragt sie sich und schaut sich suchend nach Wald um, nach ein wenig Natur, einer Zuflucht in dieser desolaten Einöde.

Aber das kann warten. Sie hört den Gesang und beschließt, der Stimme zu folgen. Eine hübsche Stimme, die vom Wind herangetragen wird, genauso wie der Sand, der leider nicht so erfreulich ist. Chui versucht sich etwas mit dem Arm zu schützen, während sie geht. Leider hat sie kein Tuch zum Umbinden, sie ist in diesem Traum, wie in vielen davor, mit engen Ledersachen bekleidet, schulterfrei, ihre Bewegungen nicht behindernd, und Schuhe trägt sie keine, so wie sie auch am liebsten in den Wald geht. Mal sehen wer da so schön singt unter diesen seltsamen Monden...



Orakel

Identitätskrisen, selbst scheinbar ausgetragene, sind immer was feines. Wenn man mitten im Traum sich befindet und dabei das Gefühl verspürt sich aufzulösen, trägt sich das scheinbar auch in andere Bereiche hinüber. Eine Gestallt, die schwebt als sie die Augen öffnet und sich in einer Welt umsieht in der nichts so zu sein scheint, wie es eigentlich sein sollte eröffnet sich den Augen, die nur sichtbar sind. Der Rest ist eine sich selbst formlos zerpflückende Dunkelheit, die immer und immer wieder ihre Form wandelt. Ein plastische Masse, ein schlafender Verstand, und dennoch ein Alptraum für sich.

Das Ding blickt sich um und tritt die Wendeltreppe aus Sternen langsam hinab, die den Himmel, auf dem das Ding Kopfüber läuft, mit dem Erdboden verbinden. Ein langer Abstieg, ohne jegliche Verbindungen andererseits.



Sophie

"Wo sind die Bäume... Wo... Wo sind... die Bäume... Wo sind die... sind die Bäume...".

Hallende, hohle Echos werden zu Chui getragen, obgleich sie es ja nur gedacht hat... Ihre gedanken scheinen hier zu hallen... Gespenstisch...

In der Ferne ist ein Hügel erkennbar... Noch zu weit entfernt, zu dunkel... Ein Lichtstrahl scheint von oben zu kommen, aus dem unendlichen Nichts heraus und seine Spitze zu treffen.

Die Kätzin stolpert... Strauchelt, was ihr selten passiert. Knochen sind es, über die sie gefallen ist... Ein Skeltt grinst sie aus leeren Höhlen an... Ein Zeuge der Zeit, zerschmettert wie die Gebäude ringsum... Ein goldenes Kreuz schlaff aus knochigen Fingern gefallen...

Er ist nicht alein. Zu hunderten sind sie, zu Tausendn... Chui wandert über einen Berg aus Knochen...


Dem dunklen Ding, dass nicht sicher ist, ob es wirklich Mark Forek ist zeigt sich ebenfalls der Lichtstrahl am Horizont... Es weiss, es wird darin verbrennen und dennoch zieht dieser Ort es an, wie eine heisse Glühbirne die Motten... Da sind andere...

Schwarze Schmen, huschende Bewegungen, klagende Geister, Gestalten aus Trauer, Selbstzweifel und Melanchonie. Sie streben an ihm vorbei... Ignorieren ihn... Eine lockt... "Komm Freund, komm... Finde Existenz... Finde dich wieder... Komm, wir fliegen zu ihr... Fliegen zum singenden Tod... Herrlich... "

Eine Stimme wie eine Erinnerung, lange vergessen...


Das Lied wird klarer... Keine Worte... Nur Töne... Sie singen von Einsamkeit und Stille, von Liebe die sie nicht geben kann, vom Willen zu verbessern, von Sorgen um alles Liebe... Von der Vernichtung, die sie bringt...


Chui

Chui erkennt die Stimme nicht, denn Sophie spricht nie. Nur einmal hat sie ihren Schrei gehört, und der war zuviel für ihre Ohren... zum Wiedererkennen reicht es nicht. Dass ihre Gedanken Echos ergeben, lässt sie aufmerken, beunruhigt sie aber nicht. Sie träumt, und sie akzeptiert alles, was ihr widerfährt ohne nachzufragen. Unheimlich ist es aber dennoch... sie kann sich erinnern an die geisterhafte Erscheinung von Scott Summers im Keller, aber das hier ist anders. Sand, eine düstere Ebene, heulender Wind, Echos, Gesang... wirklich wohl fühlt sie sich hier nicht.

Tatsächlich ist sie recht überrascht darüber, dass sie stolpert. Noch mehr erschrickt sie aber, als sie sieht worüber sie gestolpert ist. Und als sie sich umsieht, über das was sie umgibt, was im hinweggeweht werdenden Sand verborgen war. Knochen, überall Knochen. Sie sieht sich um wie gehetzt. Wo ist ein Ende? Sie spürt die harten, alten Gebilde unter den bloßen Füßen, nicht mehr den Sand, und fängt an zu laufen.

Schon bald umringen sie auch die Schattengestalten, die sie mit den Armen wegzuschlagen versucht. Tod, Auflösung... sie war solchen Dingen schon einmal nahe, als die Schule angegriffen wurde, als die Wände zerbröckelt sind und alles was darin war... mag sein, dass sich in ihrer unmittelbaren Umgebung auch die Knochen auflösen, ihre Kleidung beginnt, den Zusammenhalt zu verlieren und nur eins bleibt: Der Gesang, sie muss den Gesang erreichen, sie muss dafür sorgen, dass er aufhört... denn instinktiv versteht sie was er ausdrücken will, irrtümlicherweise aber hält sie ihn für den Auslöser dieser Erinnerung, die doch nur in ihr so intensiv ist...



Orakel

Warum fliegen Motten stehts ins Licht?
Die leuchtenden "Augen" des Etwas blicken lange auf das Schauspiel, das sich um in weiter Ferne eröffnet. Es hat die Mitte der Treppe erreicht. Noch nicht Sicht. Noch nicht sein. Nur hier und jetzt. Und die Stimmen um es herum erfüllen sich langsam wie eine unendlich schwere Melodie. Verlockungen. Leben.

Das plastische des Ding beginnt sich wieder zu Wölben. Eine neue Form entsteht, wie sich die leuchtenden Öffnungen auf das herum konzentrieren. Feiner Werden, Umrisse bilden und mit einem mal löst sich der Schatten von den Sternen und die feinen Äusläufer führen einen gewalltigen Schlag aus, scheinen sich vom Fall des Bodens zu lösen und gleiten über das Land jener seltsamen Welt. Eine Wolke, ein Nachfalter. Gleitend, rasend, schleichend. Lautlos und dennoch die Landschaft mit einem unglaublich beunruhigendem Geräusch bedeckend. Fallend zum Himmel heraussteigend. Fliegend dem Boden entgegen stürzend, ohne Kontrolle über den eigenen Wandel. Ein Taumel aus Schatten stehts um sich herum schwirrend, flüsternd den verlockenden Rufen wiederstehend nachgebend.



Karl Seiffert

Lautlos war es um ihn eigentlich immer, wenn er sich in dieser schwebenden Form bewegte. Der Körper, ruhig und friedlich ausgestreckt wurde mit leiser Musik in die Ohren beschallt die für Gewöhnlich der Anker war an dem er sich wieder zurückziehen konnte. Heute, bei seiner nächtlichen Runde als selbsternannter Wächter und hasserfüllter Rächer gegen die Kreatur die ihn zum Sterben im Schnee zurückgelassen hat drang seine für die Anderen nicht sichtbare Gestalt durch die Schlafbereiche. Ein schneller, prüfender Blick hier und da, eigentlich nur die Routine die ihm das Gefühl gibt seine Heimatumgebung zu kennen und wiederzufinden.
Ein Geräusch das an seine Ohren drang, als er kurz durch Sophies Schlafgelegenheit raste lässt die fast unter der Decke schwebende Gestalt erstarren. Ein eigenartiges Gefühl von Kälte, Energie dringt an ihn heran... aus dem dunkelgrauen Wirbel entströmend den Sophie durch die Kraft ihrer Emotionen um sich schaart. Woher drang diese Stimme zu ihm, das einsame Singen?
Langsam näher herantreibend hält er seine Hand in den Wirbel... und verliert den Halt in dem was er als seine schwarzweiß umrissene Welt kennt.
Nur um sich in dem Chaos wiederzufinden, das Sophie in ihrem Geist konstruiert hat. Schwebend, konfrontiert mit Eindrücken die ihm so nicht zur Verfügung stehen sollten wenn er sich in diesem Zustand befindet. War das hier... eine neue Ausprägung seiner Fähigkeit, konnte das möglich sein? Wozu war es dann gut, wie gelangte man hier wieder weg, zurück zu seinem Körper? War das gerade ein Computer durch seines Schulter geglitten ist!?
Mit irritiertem Gesichtsausdruck und einer Haltung die Vorsicht verspricht; denn dies hier konnte auch finster enden, bewegt er sich vorsichtig voran, so schnell die Limitierungen diese Welt hier zulassen wollten. Wie ein PeterPan aus Nerdland, flach ausgestreckt mit abstehenden Armen zur Navigation.



Eleanora

Ele schlägt die Augen auf und ist verwirrt, was sie denn geweckt hat? dann erhebt sie sich und steigt aus dem Bett. Als sie sich umblickt sieht sie sich noch im Bett liegen. Was wird das denn, wenn es fertig ist? Und dann lockt sie die Stimme, der Gesang.. dem sie folgen muss.

Sollte sie sich nicht was anziehen? Nur kurz huscht dieser Gedanke durch ihren KOpf und verschwindet auch schon wieder als sie im Nachthemd die Treppen runter geht um den Gesang zu finden. Irgendwoher kennt sie die Stimme... aber woher?



Sophie

Von Katzen versteht niemand etwas, der nicht selbst eine Katze ist... So heißt es doch, nicht wahr ? Und so vermag kaum jemand jetzt in Chuis Gedanken zu dringen, zu verstehen was die Dunkelhäutige fühlt, was ihre Seele empfindet... Bis auf die Katze. Schneeweiß und irgendwie auf kätzische Art lächelnd. Es ist Angelique, die Kleine, die Süße... Auch sie ist hier als Mäusefänger und Führer... Chui sieht sie, erkennt sie auf dem nächsten Hügel... Das Katzengesicht wird ihr zugewandt... Lass uns zu ihr gehen, spricht nun die junge Katze ohne etwas zu sagen... Um dann los zu huschen... Über mannigfaltige Hindernisse, Stock, Stein geht es... Bis Chui darsteht, am Fuße eines Hügels, an dessen Spitze sich die Lichtsäule erhebt... Als Kätzin kann sie feinere Nuancen erkennen, hören, unterscheiden als andere... Liebt mich, kommt, verbrennt in mir... Ich hungre nach eurem Schmerz, will ihn euch nehmen... Will euch alle umarmen, festhalten, auf das ihr vergeht... Euer Leid vergeht...


Über Chui Ijima hinweg zieht ein schwarzes, dunkles Ding... Ein Nachtfalter, ein Wesen geboren aus reinster Nacht, umfangen von einer fast verschwundenen Aura aus Gedanken und Bewusstsein... Mark. Die Lichtsäule kommt immer näher... Sie ist lockend, hypnotisieren und hell... Schmerzhaft schön... Und auch in seinem Kopfe klingt die Stimme nach... Verlangt nach ihm, lockt, umfängt... Liebe mich... Liebe dich... Liebe dich, damit du mich lieben kannst... Ich wärme dich, du mich... Bitte... Komm doch zu mir... Lass mich dich tragen...

Karl indess... Karl, der durch seine Fähigkeit noch am meisten Kontrolle hat über das was er hier sieht... Tatsächlich war es ein Computer, der eben durch seine Schulter geglitten war... Ein altes Modell, ein C64, mit geschwärztem Monitor und geschmolzenen Tasten... Auch er schwebt am Himmel... Nah, ganz nah an ihm zieht der schwarze Nachtfalter vorbei, vermutlich ohne ihn zu bemerken... Unter Karl erstreckt sich die schon beschriebene Trümmerlandschaft... Ein Krieg aller Zeiten... Ein Krieg den man verloren hatte... Eine postapokalyptische Schreckenslandschaft... Einzig die Lichtsäule bildet eine Abweichung von der Konstanten, eine Besonderheit... Und nun dringt die Stimme an seine... Ohren?... Hell, wunderschön, verführerisch... Es ist wie der traurige Gesang eines Engels, der im selben Ton sein Leid klagt über die Verluste die erlitten wurden und seine Liebe an alle heraussendet, die noch dort weilen mögen und im Stande sind ihn zu hören... Kommt zu mir... Ich bin der Sinn... Ich bin der Ausweg... Die Stimme durchdringt ihn scheinbar gänzlich, treibt Schauer über einen Nacken, den er zurück gelassen hat... Lässt eine Träne über die Wange gleiten, die keinen Verstand mehr hinter dem Antlitz verbirgt... Denn jener ist hier und sieht alles glasklar...


Eleanora... Ja... Irgendwie war diese Stimme vertraut... Aber doch wusste sie instinktiv, dass sie sie noch nie gehört hatte... 'Komm zu mir...', schien sie zu rufen... Bei mir vermagst du zu ruhen... Endlich auszuruhen... Treibe in meiner Liebe... Liebe mich und ich werde es dir tausendfach zurückgeben... Umarme mich... Umfange mich... Vergehe mit mir... Alles ist vernichtet... Alles ist fort... Hilf mir... Hilf mir, dir zu helfen, auf dass ich dir dabei helfen kann... Die Stimme eines einsamen Engels... Eines Lichtgeschöpfes, das stets im Strom seiner Geschwister geleuchtet hat wie all die anderen... Und doch stets alein war... Eleanora tritt durch eine Tür... Und schon steht sie da... Im Nachthemd in dem eisigen Winde... Der Staub und die Asche von Äonen zwischen ihren nackten Zehen... Das Armageddon vor Augen... Oder nein... Das was nach dem Armageddon kommt... Mehrere hundert Schritt, neben einer verfallenden Kathedrale sieht... Erkennt sie Chui... Das Mädchen klettert durch einen Berg aus Knochen... Wie in Trance... Scheint sie gar nicht wahrzunehmen... Und dann sieht sie... Ihn.
Ihr Bruder tritt aus dem Schatten... Grau, durchscheinend... Nur ein Abbild seiner selbst... Doch er lächelt ihr zu... Streckt die Hand nach ihrer aus... Und deutet mit der anderen zur Spitze des Hügels... Dort wo die Lichtsäule steht... Komm mit, Schwesterlein... Scheint er sagen zu wollen... Wie ein Kind, dass ihr etwas besonders schönes zeigen will...



Karl Seiffert

Eine selbstgeschaffene hölle mit wächtern jenseits des verstandes, war es dies?
ruhig versucht er verschiedene manöver aus die er eigentlich im schlaf - ha ha - beherrscht und fliegt eine langsame abwärtsspirale, bis er den boden fast kontaktieren könnte. sucht den kontakt, erhebt sich dann wieder in die luft und ignoriert die trümmerteile die zu klein sind um umflogen zu werden. niemand will als rasender flugkünstler plötzlich überraschend gegen ein scharfkantiges hinderniss fliegen. die lippen zu einem strich zusammengezogen beginnt er mit der erlernten technik von kontrolle über den eigenen geist, die funktion die ihm ermöglichen soll jegliche panik abzuschütteln. jeden unsinn zu beherrschen. wach zu bleiben. agil. lebendig. sein geist beginnt das binäre zahlensystem hochzuzählen und laut vor sich hinzusprechen. klingt vertraut.
klingt fern von diesem sirenengleichen gesang irgendwie, lässt ihn aber nicht verschwinden. so haben also verschiedene aspekte hier ihre bewandnis und mit neu geöffneten augen, beginnt er einen gemächlichen flug in die entsprechende richtung. etwa fünf meter über dem boden, wo die dichte der fliegenden schrottteile nicht so hoch ist.
100110
100111
101000
101001...



Chui

Knochen, Staub, Tod, Auflösung... alles um Chui herum ist geeignet, sie der Panik näherzubringen. Und als ihre Gefühle umschlagen, alles nur noch halb so schlimm ist und ihre aufgelöste Kleidung plötzlich wieder da ist, ist nicht die helle Lichtsäule der Grund und auch nicht der seltsame Gesang dieser schönen, unbekannten Stimme. Die Hoffnung kommt in einem reinweißen Fell und spricht in Chuis ureigenster Sprache zu ihr.

Sie hält inne, als sie sie sieht. "Angelique." sagt sie erfreut und lächelt. Dasselbe drücken auch andere Sinne aus, welche von der Katze besser wahrgenommen werden... Pheromone, sagen die Wissenschaftler dazu, für Chui ist es die stumme Sprache, in der sie mit der Seele ihrer besten Freunde sprechen kann. Aufmerksam schaut sie, was Angelique macht, um ihr dann zu folgen... sie ist nicht mehr allein in diesem düsteren Land, alles kann nur noch besser werden.

Rasch überklettert sie aufgeschichtete Knochen, entzieht sich einem kleinen Flecken Treibsand, überklettert steinerne Hindernisse, die kleine Angelique stets vor ihr. Chui mag selbst eine halbe Katze sein, aber echte Katzen haben ihr wohl doch noch das ein oder andere voraus. So empfindet sie selbst es auch, denn sonst wäre es hier nicht wahr. Am Hügel bleibt sie kurz stehen und sieht hinauf zu der Lichtsäule. Gleich wird sie sehen, wer da singt... und wird einen Weg finden, ihr zu helfen, diese Traurigkeit zu überwinden. Das hat sie sich vorgenommen. Sie blickt nochmal zu ihrer Begleiterin und ersteigt den Hügel. Noch sieht sie niemand anderen, hält die wirbelnden Schatten am Himmel für eine Erscheinung des Ortes. Sie folgt nur dem Gesang.



Eleanora

Ele fühlt den eisigen Wind nicht, der durch das seidene, dünne Nachthemd zieht und der an ihren langen Haaren zerrt.

Diese Stimme, so verheißungsvoll, so verlockend... und sie folgt ihr weiter und weiter bis sie ankommt und sich umblickt. Chui ... was wollte sie hier? aber der Gedanke zuckt nur kurz durch ihren Kopf. Dann erkennt sie Brian... ihren Brian.... Tränen rollen unwillkürlich über ihre Wangen.

"Brian..." kommt es fast wie ein Hauch von ihren Lippen. Und schon strebt sie zu ihm, glücklich ihn wieder zu haben. Und sie ergreift die Hand, die er ihr hinstreckt um ihm zu folgen.



Orakel

Eine so schöne Stimme, die das Ding immer weiter an sich zieht. Ein fürchterliches Licht, dass sich immer mehr in die nähe des ganzen bezieht.
Und unter einem die Welt, die schon längst eine Hölle war. Das Schattenhafte etwas zog die schwingen an sich heran... und stürzte ab. Doch noch im Fall passierte etwas erneut. Konturen verzogen sich, bildeten endlos lange schlieren. Staub und knochen wirbelten herum, als der Streifen vom Nachthimmel auf dem Boden aufschlug.

Doch schien das noch lange nicht die Verformung des ganzen abgeschlossen zu haben. Denn kaum den Boden berührt machte das Gebilde, jetzt nur noch mehr ein Klumpen, dem ein langer Strahl seines eigenen selbst nachfolgte einen langen Satz nach forn. Dabei erneut gestallt annehmend. Fast schon Tatzenähnlich was das, was am Ende des Sprunges den Boden berührte und eine Kopfähnliche Form streckte eine Schnauze in den Wind, einen verzweifelten Laut von sich gebend, der so voller Wut und Elend getragen wurde, dass der Rest der nachtlichen Streifen ihre Ausgangsform wieder einholen konnten und sich auf diesem Weg zu einem ganzen ergeben konnten.

Was danach durch die ascherne Wüste weiterhetzte konnte man nicht wirklich mit etwas vergleichen. Sollte jemand jemals auf die Idee kommen, Kerberus zweier seiner Köpfe zu berauben... vielleicht währe das hier der Schatten, des verbliebenen Restes.


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 Betreff des Beitrags: Re: [8.9.] So wirklich wie nur ein Traum sein kann...
BeitragVerfasst: Montag 30. März 2009, 20:49 
Dame Blanc
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Bei exakt 1100100 hat Karl den Berg erreicht... Die Sirenenhafte Stimme klingt in seinen Ohren... Doch die reine Logik seines Verstandes bewahrte ihn davor, ganz so verwirrt zu werden wie die anderen, solange er sich nur ausreichend konzentrierte... Und während das Licht heller leuchtet, heiss, blendend, ist der Körperlose jener, der einen Teil dessen erkennt was geschieht... Er spürt eine Präsenz... Eine andere Identität... Sie zerrt nicht an seiner, reisst nicht oder schlägt... Nein... Sie zupft an den Saiten seines Verstandes wie auf einer Harfe... Macht ihn zum Teil dieser Welt dadurch... Ihre Präsenz war nicht örtlich begrenzt... Überall... Sie dominierte diesen Ort, beherrschte ihn... Und je näher er der Säule kam um so näher kam er diesem Zentrum... Der Junge hatte das eigentümliche Gefühl als habe er sich von seinem Körper gelöst... Und sei in den falschen Körper geraten... Nun treibt er hier in einer fremden Gedankenwelt, die nicht die Seine ist... Aber wer ? Warum ? Das Zupfen ist unschuldig... JA... Unbewusst...

Karl sieht auch Chui... Wie in Trance bewegt sich die Kätzin an ihm vorbei... Nein... Durch ihn hindurch... Sie sieht ihn nicht, wie stets, wenn er in dieser Form unterwegs ist... Den Blick hat sie auf eine Bestimmte Stelle gerichtet... Einen Namen nennt sie, aber der Ton geht im Sturm unter... Es wirkt als folge die Katzenmutantin jemandem der kleiner ist als sie selbst... Aber da ist niemand... Weiter bewegt sich Chui auf die Säule zu... Das Licht ist hell, warm, lockend... Es blendet sie... Angelique indess führt sie nicht mehr... Hangelt sich stattdessen an ihrer "Mutter" hinauf... Bleibt auf deren Schulter sitzen und sah aufmerksam nach vorne... Jetzt hört Chui auch feinere Nuancen... Die Klage hinter dem Liede, die gleichzeitig Kraft ist... Innerste Angst, gepaart mit einer starken Persönlichkeit und dem Wunsch sich um andere zu kümmern, für sie einzustehen... Am Fuße der Lichtsäule blühen die Blumen, das Gras ist grün... Ein Katzenkind tollt im Grase, jagt einer Maus hinterher - Und verschwindet wieder in der Lichtsäule... Und bei näherem hinblicken... Die Fläche aus Gras und Blüten, aus Licht und Wärme scheint sich auszudehnen... Unendlich langsam... Milimeter für Milimeter... Ein niedergetrampelter Grashalm ersteht auf, dann noch einer... Und dann, als das Lied von einem unterdrückten Schluchzen durchdrungen wurde, so leise, so wenig hörbar, dass selbst sie es vorher übersehen hat, geht ein Zentimeter wieder verloren... Sie erkennt nun die Silhouette einer Gestalt, die in der Mitte, knapp einen Meter über dem Boden im Lichtstrahl zu treiben scheint... Schlank ist sie... Offensichtlich vollkommen unbekleidet... Und doch ist hier mehr von Lichtgestalt den Erotik zu sprechen... Der Körper ist derart überblendet... Zudem scheint dies einfach nicht wahrnehmbar... Als sei es nicht wichtig... Ein schlanker Leib, kleiner als ihrer... Aufgerichtet... Die eine, feingliedrige Hand zum Himmel gereckt, die andere wie flehend ausgestreckt nach aussen, als sehne sie sich nach jemandem, den sie ergreifen kann... Und mit einem Male weiss es Chui... Sie wird verbrennen. Wird vergehen und entschwinden, wenn sie die Säule berühert oder gar zu durchdringen sucht... Die Gestalt schien vertraut... Hoffnung... Schmerz... Träume... Liebe... Die Gefühle des... Wesens...? Sind beinahe spürbar...



Eleonoras Bruder geht auf sie zu... Er lächelt, glücklich, so wie nur er es kann... Umarmt sie... Es fühlt sich vertraut an und doch ganz anders... Tiefe Liebe ist es, die sie empfängt, das spürt Ele... Zuneigung, Dankbarkeit... Und doch ist er durchscheinend... In seiner Gestalt farblos... Wie das Echo einer Erinnerung... Das Echo eines Echos... "Du bist so lieb...", spricht er in vollster Überzeugung und lacht gut gelaunt... "Aber du musst mitkommen... Komm mit, Eli... Komm mit, meine geliebte Schwester... Ich will dich glücklich machen... Dir helfen... Ja, ich helfe dir !" Und Eleanora spürt kaum wie sie hochgehoben wird... Doch sie beide schweben über jene Landschaft... Ihr Bruder trägt sie auf seinen Armen... Ein Geist...? Nein... Und beide doch nähern sich der Melodie an... Dem Licht... Der Herrlichkeit... Und noch mehr als Chui kommt ihr vertraut vor... Es schien beinahe greifbar... Aber doch... Brian deutet lächelnd hinauf zu jener Säule... "Wir sind eine Familie... Es ist so schön... Du lässt mich in dir leben... Darum darf ich auch hier sein... Bei ihr..." Eleanora sieht Karl ebenfalls nicht... Doch sie sieht den riesigen schwarzen Nachtfalter, der noch vor Chui zu sein scheint... Und sie weiss... Mark... Es ist Mark... Die Motte fliegt zum Lichte... Sie liebte, was sie vernichten würde in jenem ekstatischen, heißen Tanze...


Dann fiel es/er zu Boden, im Fallen lösten sich Schattenschlieren, zerschmettert längst zerfallene Gerippe und wirbelt eine Sandwolke auf, als es am Boden aufschlägt... Eine Schnauze emporreckt, in jener unheimlichen Weise... Als passe es an jenen Ort... Ein Schattenhund... Eine Gestalt der Dunkelheit, die mehr als alle anderen noch auf das Licht zustrebte... Und jenes Wesen... Jenes Wesen fühlte ebenfalls... Fühlte mehr als alle anderen in diesem trostlosen Lande die Liebe, die von jener Lichtsäule ausging... Die dort lodert, die ihn liebt, hell, brennend, verlangend, gierend, beschützend, zagend... Pure, leidenschaftliche Liebe... Und irgendwie... Irgendwie erinnert ihn dieses Gefühl an etwas... Etwas dass er schon einmal spürte, schon einmal teilte, etwas das tausendfach verstärkt scheint... Ein Kuss... Eine Liebkosung des Geistes währenddessen, eine spirituelle Vereinigung die unbeschreiblich ist für jemand der sie nie erlebt hat... Und doch so zart, so sacht wie ein Tropfen aus Morgentau auf einem Grashalm... Kristallklar... Kühlend... Lindernd... Er ist an Chui vorbei, ohne die Kätzin so richtig wahrzunehmen... Und sieht jene Gestalt im Inneren der Lichtsäule... Jene zierliche, herrliche, armseelige, verlangende, liebende, schmerzerfüllte Gestalt... Die ihn beschützen wollte, umfangen, lieben, ihn beweinen und besitzen, seine Schmerzen hinwegwischen und sich das selbe wünschte... Die Schatten um ihn herum zittern... Sie vergehen langsam, werden einfach abgestreift in jenem gleissenden Licht... Gleich einem Seidentuche... Nicht schmerzend... Sanft... Und doch, er fühlte, ein Teil von ihm verging dort grade... Verschwand... Mark fühlt wie der Schmerz einfach abgestreift wird... Wie eine liebende Hand die das dichte Fell des Hundes streichelte... Und mit jeder zarten, fürsorglichen Bewegung nicht nur die Schatten sondern auch das Leid ihm nehmen will... Doch Mark muss sich das Leid nehmen lassen wollen... Er muss lieben wollen... Er muss sich entscheiden jener Gestalt zu helfen und zu vergehen in jenem Lichte... Jener Gestalt, jenem Engel, das die eine Hand zum Himmel gereckt hat... Die andere ausgestreckt... Und ihm das Gesicht zuwendet... Er und NUR ER erkennt sie... Zwei so vertraute, so glanzvolle Augen, die direkt in die seinen sehen...


Und das Lied erschall weiter... Sang vom Ende allen Leides durch das Ende... Das Vergehen... Sang davon wie schön das Licht sei... Sang von tiefstem Leid und hellstem Glück... Versprach ein Ende aller Qual... Und einen Neubeginn... Versprach Stärke im Austausch für das Sein...

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Schweigen ist Gold, so sagt man... Ein goldener Käfig, so scheint es mir manchesmal... Doch die silbernen Worte, die ich niemals haben werde, gleichen in ihrem für euch so selbstverständlichem Glanze meinen kristallklaren Tränen...


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 Betreff des Beitrags: Re: [8.9.] So wirklich wie nur ein Traum sein kann...
BeitragVerfasst: Dienstag 31. März 2009, 08:57 
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Und Ele lässt sich von ihrem Bruder tragen, legt ihm lachend die Hände um den Hals. "Brian... ich vermisse dich so... " irgendwo zwischen Lachen und Weinen.

Und sie schaut auf die Säule und versucht zu ergründen, was da gerade vor sich geht.. mit ihr .. mit Chui und Mark ... aber so schnell wie der Gedanke gekommen war so schnell war er verschwunden. Verschwunden und verscheucht durch Brians Lachen und seine Worte.

"Ich werd dich immer in meinem Herzen tragen kleiner Bruder.. du bist immer bei mir." alles ist gut .. alles ist in Ordnung.. nur weit weg irgendwo nagt der Gedanke, dass sie doch eigentlich schläft oder?

Aber die Musik trägt sie weiter und glücklich fühlt sie in Brians Armen, das sie in die Wirbel des Lichtes und der Musik getragen wird und sie lässt sich tragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: [8.9.] So wirklich wie nur ein Traum sein kann...
BeitragVerfasst: Dienstag 31. März 2009, 09:44 
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so sind die geister dieser welt verschieden, wie auch die geister aller anderen kleinen welten verschieden sind. außer das diese welt die wohl obskureste gestaltung hat die ihm je untergekommen ist, mit den seltsamsten erscheinungsformen von.... whatever!... gelten wohl noch gesetze nach denen er handeln kann. großartig. erst als die anderen gestalten an form gewinnen und sich definitiv als bekannte gesichter rauskristallisieren beginnt der schwebende geist seine körperlosigkeit zu fürchten. es gab keinen weg zu helfen, nur zuzusehen... kein wort würde sie erreichen, selbst wenn hier der definitiv erste ort war wo töne ihn erreichten in dieser form.
voller wachsamkeit gleitet er dem zentrum näher, sucht das was diese welt für ihn ausmacht... leuchtfeuer, die auren voller energie die menschen umgeben. das strahlen das ihre gefühle auslösen, unabhängig von ihrer natur. ein rotes lohen und wogen von zorn würde er hier wohl schwerlich finden, aber vielleicht all die anderen pulsierenden lichter von denen er zehren konnte? nur solange bis er eine idee hatte, wo der weg nach hause sein könnte. in welche richtung- das alles hier war so unwirklich.

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Du bist etwas ganz besonderes. So einzigartig das es tausend andere auch sind. Verstehst Du warum mich das nicht interessiert? Ich bin ein Teil dieser grauen Masse, aber der Unterschied ist einfach - meine Augen sind offen.


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 Betreff des Beitrags: Re: [8.9.] So wirklich wie nur ein Traum sein kann...
BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 01:31 
Chui
Chui
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Nur kurz hat Chui ein merkwürdiges Gefühl.. sie schaudert, als ob sie einen kleinen Pol der Kälte durchquert. Jemand läuft über mein Grab. denkt sie sich, so geht das Sprichwort ja. Aber sie lässt sich nicht von ihrem Ziel ablenken, auf die Lichtsäule zuzugehen.. sie ist schon fast da.. und in der Nähe dieses Gebildes wird ja auch die Umgebung wieder freundlicher. Wie passend. ist das passend? Vorher Knochen und Tod, jetzt Licht und Leben? Aber immer noch der Klagegesang. Angelique wird hinaufgelassen und kurz hält die Katzenmutter an, bis sie der kleinen weissen Katze über das Fell streicheln kann und das Lichtfeld beäugt. Es dehnt sich aus... was gut ist, oder nicht? Da.. es weicht wieder zurück! Das Lied lässt wachsen, das Weinen lässt schrumpfen.

Sie kneift die Augen zusammen und schaut genauer, als sie eine Gestalt zu erkennen glaubt. "Hallo?" ruft sie hinein. "Wer bist du?" Eine Frau.. oder ein Mädchen, soviel ist sicher... nunja, halbwegs sicher. Kennt sie die nicht irgendwoher? Soviele Hoffnungen, soviel Schmerz... Einsamkeit. Ja, das ist es. "Du bist nicht allein!" ruft sie wieder. "Warte... ich komme zu dir!" Sie macht wieder einen Schritt, die Wärme scheint geradezu exponentiell anzusteigen... und sie hält inne. Nein, sie kann dort nicht hinein. Sie würde dieses Mädchen nicht erreichen. Sie geht vorsichtshalber wieder etwas zurück, sieht weiter angestrengt hinein.. und geht um die Lichtsäule herum, bis sie an jener Stelle steht, zu der die Gestalt im Inneren die Hand ausstreckt. "Komm her, nimm meine Hand!" ruft sie und hält die eigene Hand bis dicht vor den Lichtkreis. "Du schaffst es!"

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Von Katzen versteht niemand etwas, der nicht selbst eine Katze ist. - Natsume Sôseki (japanischer Dichter)


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 Betreff des Beitrags: Re: [8.9.] So wirklich wie nur ein Traum sein kann...
BeitragVerfasst: Montag 20. April 2009, 14:51 
Erebus

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[ot: Nein, ich habs nicht vergessen. Ich war nur mit ein paar Sätzen bislang nicht wirklich zufrieden. - Und dann kam noch ein wenig Zeitmangel hinzu um das auszuradieren.]

Das Ding prallt auf das Licht und es kommt zur Reaktion. Formen zerfasern. Ein gewaltiger dunkler Schleier von etwas beginnt sich um die Form zu legen, Form zu nehmen, Form zu sein. Und die Umgebung ist Staub, der zu boden rieselt. Vorsichtig, zaghaft. Alles bedeckend.

Er ist Dämon. Er ist Schmerz. Er ist der andere Pol in diesem Spiel. Und dennoch ist Erinnerung. Die Metapher beginnt sich zu lösen. Dunkelheit wird ein gewalltiger Einschlag auf die Lichtsäule, wie Rauch sich erhebend. Und aus dem, was bislang Instinkt war kommt langsam und unmächtig, immer mehr an den eigenen Ketten sich heraufziehend das hervor, was man in dieser Form von Selbstwahrnehmung als einen letzten Funken Selbstverständnisses bezeichnen könnte. Ein "Ich bin", aber nicht zwingend ein "Ich denke" obwohl auch das sich vielleicht seinen Weg in den Traum hervorzusuchen beginnt. Da gerade Formen aus dem feinen Staub, denn die Dunkelheit des "Es" bildet ein endloses Wiederspiel von Formen die sich immer wieder herraufbrechen, nur um im Anschluss daran wieder form zu verlieren.

Und trotzdem: Dieser Wille zum ständigen wieder hervorgekrochen kommen ist da. So wie die Erkenntnis, wer Göttin in diesem ewigen Kosmos aus todgeweihter Wiedergeburt, sich im Unterbewusstsein wirklich breit gemacht hat.

Ein Schehmenhafter Tentakel, von Schattenhafter Flammen umschlungen, sobald er tiefer ins Licht greift, löst sich aus dem Ganzen Gebilde aus Dunkelheit. Greift vorraus und bildet eine Form, die man als stark abstrahiertes, im schmilzen befindliches Etwas von einer Hand, einem ganzen Arm, erahnen kann. Noch nicht Menschlich, aber schon lange nicht mehr einfach nur Form. Und es greift hinaus wo andere nur befürchten sich selbst endgültig zu verlieren, unterzugehen.

Und selbst wenn für den Augenblick der endgültige Entschluss noch nicht zur vollkommen Aufgabe des einen, zentraleren Kerns hinter dem ganzen erfolgt zu sein scheint: So ist dennoch die Selbstaufgabe in die Hände von etwas anderem hinter dieser Geste schon zu erkennen. Der Schatten folgt dem Weg eines hochgesteckten Zieles. Ob der Fall kommt oder der Flug des Ikarus kann man hier noch nicht sagen. Doch etwas berührt die Sonne, greift nach den Sternen und lässt das Scheitern als Möglichkeit in seinen Weg mit eindringen.


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