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 Betreff des Beitrags: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Sonntag 26. Februar 2012, 15:21 
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Das Erste, was den Besuchern aus Übersee im Herzen des Joshua Tree National Park entgegenschlug, als sie ihr Transportmittel verließen, war die Hitze: unsägliche 34 Grad auf der Celsiusskala, die ihnen allen wie eine gewaltige Hand für einen Moment den Atem raubte. Der Temperaturschock war zu erwarten gewesen, nachdem sie mehrere Stunden in der vollklimatisierten Umgebung der Fahrzeuge angereist waren. Dennoch war dies ein nahezu milder Tag für die klimatischen Verhältnisse des Landstrichs an der Grenze von Kalifornien und Colorado: der heiße und trockene Wind, der als Brise durch das Pinto Basin strich, machte die Hitze sogar fast erträglich.

Das Zweite war, ganz offensichtlich, die erbarmungslose Sonne, die am nahezu wolkenlosen Julihimmel stand und sich durch nichts und niemanden beeindrucken lies. Auch nicht durch die Gruppe von weitgereisten jungen Mutanten, die soeben aus zwei dunklen SUV gestiegen waren. Den Wettervorhersagen nach würde sie in der kommenden Woche jeden Tag ungestört scheinen.

Das Dritte, was ihnen allen auffallen würde, war ein beständiges, sich stetig wiederholendes Geräusch. Der Klangteppich wurde vornehmlich vom Gesang der Zikaden gewebt, und er würde sie von nun an unablässig begleiten, tagsüber und nachts.


Ty hatte sich für den Ausflug entsprechend eingekleidet: feste Schuhe, so wie er es auch den Schülern vorgeschlagen hatte, dazu seine militärischen Cargopants (noch mit den Hosenbeinen in voller Länge), ein olivfarbenes Unterhemd, über dem er locker und bis zur Hüfte offen ein langärmliges, farblich höchst fragwürdiges, kariertes Hemd aus grobem Leinen trug, das zwar vornehmlich weiß war, jedoch von unübersehbaren roten und blauen Streifen variabler Breite durchzogen wurde, die sich in perfekten rechten Winkeln schnitten. Fast augenblicklich nach dem Aussteigen setzte er sich seine dicht anliegende Sonnenbrille auf, obwohl der flache militärische Hut in den diversen Brauntönen des Wüstentarnmusters ihm mit seiner breiten Krempe bereits Schatten spendete. Mit seinem Boonie Hat, den Cargopants und den Armyboots sah Ty einem U.S.-Soldaten nun offensichtlich ähnlicher als je zuvor. Würde man ihn fragen, woher er all dieses Zeug bekam, wäre seine Antwort so überraschend simpel wie auch nachvollziehbar: aus dem Internet.

"Schnappt euch eure Ausrüstung, allesamt," lautete das erste knappe Kommando, das über dem sachten Rauschen der Brise und dem nervenaufreibenden Zirpen der Insekten erstaunlich klar und laut klang. Er öffnete die Heckklappe des ersten SUV und griff sich seinen eigenen Rucksack.

"Das ist die letzte Chance für alle, die es sich noch einmal überlegen wollen. Wenn die Autos weg sind, gibt es kein Zurück mehr."
Er drehte dabei leicht den Kopf in Richtung des zweiten Fahrzeugs.


Tylers Blick wanderte zur zweiten Aufsichtsperson auf dieser Reise, einer jungen Frau Anfang 20, die sie seit New York begleitete und bis eben noch im zweiten Fahrzeug gesessen hatte. Ihr Name war Katherine, aber sie liess sich überall und ständig mit einer Kurzform ansprechen: Kitty.

Diese junge Frau, die ihren Spitznamen weitaus mehr bevorzugte, war am Vorabend schon in Erscheinung getreten, wenn auch vielleicht nicht sehr deutlich. Sie war natürlich beim Abendessen dabei gewesen und den Gästen auch vorgestellt worden -- aber in all der Aufregung, die den jungen Leuten bevorstand, hatte sie sich nicht aufdrängen wollen. Auch wenn sie sich durchaus gesprächsbereit gezeigt hatte, sofern jemand auf sie zugekommen war, womöglich mit Fragen - oder einfach nur, weil Kitty selbst noch kaum älter war als die Trainees aus Schottland und daher vielleicht als erste neue Bezugsperson am ehesten hätte interessant sein können.

Die Dunkelhaarige verschränkte locker die Arme vor der Brust, während sie ihren Blick - freundlich, aufmunternd - von Gesicht zu Gesicht wandern ließ, in Erwartung einer Reaktion auf Ty's indirekte Frage. Ob wirklich noch jemand so kurz vor knapp doch abspringen würde?
Während sie so die "Abenteurer" betrachtete, wurde ihr plötzlich bewusst, wie anders die Situation für sie selbst nun auch war: Bisher war sie stets die Jüngste in ihrem Team gewesen, und nun fand sie sich in einer Position wieder, in der sie Verantwortung trug. Im Moment erschien es ihr sowohl überwältigend als auch aufregend, aber nach außen hin wollte sie sich nicht viel anmerken lassen.

Bislang hatte keiner angedeutet, doch noch die Sicherheit des Instituts der Wüste vorzuziehen, also zeigte Kitty ein offenes Lächeln und rieb sich die Hände: "So, wenn sich also alle der Herausforderung stellen wollen, kann es ja losgehen, oder?" Sie warf einen längeren Seitenblick zu Ty und sah dann wieder zu den Trainees. So neu es für sie sein mochte, selbst einmal in einer Verantwortungsposition zu sein, so sehr konnte man ihr auch anmerken, dass sie sich darauf freute, diesen Trip mit Ty und ihren gemeinsamen 'Schutzbefohlenen' zu anzugehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Donnerstag 23. August 2012, 16:38 
Ghost
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Die Sonnenbrille verdeckt die rastlosen Augen. Zuerst war es ja nur eine witzige Idee - eine Weile wandern in der Wüste, etwas Kraftsport mit dem Gepäck, etwas vom Feriencampflair vergangener Zeiten... aber das hier war eine verdammte Wüste. Was im Internet harmlos klingt und voller gut gemeinter Ratschläge kommentiert wird als "heiß halt..." war ein Schlag ins Gesicht, gefolgt von Sturzbächen die den Rücken hinunter laufen sobald der Rucksack die Luftsperre schließt. Geil.
Das Monster, mit vielen Schnallen und Zurrgurten hat dort, wo man bei diesen Schmuckstücken den Kopf gegen lehnen kann um den Tragekomfort zu erhöhen ein Konstrukt das wie ein halbes Spinnennetz aussieht und die Vollendung zu seiner Kleidung bringt. Ein Leinentuch schirmt einen guten halben Meter kreisförmig über seinem Kopf ab und fängt den stetigen heißen Windzug ein - ein kleiner Preis für den Schatten den er sich gönnt, darunter sitzend und langsam, kontrolliert atmend auf das sich das elende Gefühl einer Sauna verflüchtigen würde.

Sein Blick wandert immer wieder hassefüllt über die Wasserschläuche die er kreuzförmig über der Brust hängen haben würde, weiße, fettbäuchige Geräte in denen sich der Vorrat an behandeltem Wasser befand. Eine Woche wäre es in jedem Falle trinkbar, aber es schmeckt bitter und widerwärtig nach Tee... mit jedem Schluck den er in den vergangenen Tagen zu sich genommen hatte um sich daran zu gewöhnen stieg die Abneigung gegen dieses leicht gelbliche Zeug und er konnte in sich den Kampf spüren, zwischen Durst und Widerwillen.

Wie ein unwirscher weißer Fleck hebt sich der in leichte Leinenhose, langärmliges Shirt und schweren Stiefeln gekleidete Junge vom Boden ab, gegen den Rucksack gelehnt und abwartend. Die Fahrt war immer schweigsamer verlaufen je tiefer es in die Wüste hinein ging, nun war sein Bedarf an Konversation an einem Minimum angelangt und die konstante Verweigerung von Selbstmitleid wirft einen düsteren Schatten missgünstiger Laune über sein Gesicht.

Zu viel Zeug. Vierzig. Kilo. Gepäck.
Fünf hatte er aussortieren können, aber der Rest... würde nur über die Zeit weniger werden mit dem Verbrauch. Ein Alptraum. Diese Last war realer als jeder Unterrichtsstoff, Maschinen die mit Füßen von der Größe eines Kleinwagens nach einem traten, Paintballgeschosse... Dies war das Joch, in dem der Ochs sein Los zu tragen hatte. Trainees hoo!!
Mit einem bitteren Lächeln verharrt Karl also unter seinem Sonnendach und wartet darauf, das es nun losgehen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Montag 3. September 2012, 12:23 
Ligneus
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Eigentlich hatte er schon ein bisschen Heimweh gehabt, als man Schottland verlassen hatte. Nun wo man fast auf der anderen Seite der Welt war und es zu Hause bereits das Abendessen gegeben hatte, schaute man sich die Wüste an, durch die man hindurchfuhr. Er versuchte stets sich in Erinnerung zu halten, dass man ja nicht hier war für einen Wanderausflug sondern das die Lehrer sich ja mehr dabei dachten. Nach der tollen Übung mit dem ziemlich unfairen Roboter schien das hier zwar einfacher zu werden, aber die Natur machte es einem sicher nicht immer einfach. Das Internet gab einem viele Informationen über die Wüste und diese Informationen sagten auch, dass man dort kaum befürchten musste, auf irgendwen zu treffen, besonders nicht in der Hitze. Selbst die Kletterer würden wohl nicht aktiv sein oder wenn dann da, wo die Gruppe ohnehin nicht vorbeikam.

Als die SUVs dann anhielten, stieg auch er dann aus und warf einen kurzen Blick über die Gegend, wo sie nun "gestrandet" waren. Und sie war so einladend, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte. Auch er hatte versucht, sich so gut wie möglich auf die Wüste einzustellen, wobei das gar nicht so einfach war. Hatte man zwar einerseits weite Kleidung, damit der etwaige Wind auch hindurchstreichen und so ein bisschen kühlen konte sowie eine Kopfbedeckung aus Tüchern sich gemacht (National Geographic und andere Quellen sind doch auch sehr informativ), aber wenn man dann den Rucksack aus dem SUV holte und wusste, man würde den bald den ganzen Tag auf sich tragen, mochte die Kleidung irgendwie auch nichts mehr retten. Dabei hatte er auch eine recht multifunktionale Weste, die das Gewicht von Kleinigkeiten besser verteilen sollte als alles auf dem Rücken zu haben und eine Art angepasste Cargopants trug er auch.

Das Problem, das wohl irgendwann alles an der Haut scheuerte wenn man erstmal loswanderte, hatte er eher weniger. Mehr war sein Problem, dass er stets aufpassen musste, Materialien an sich zu tragen, denen es nicht gleich etwas ausmachte, an den Schuppen zu reiben, welche auch noch eng angelegt sein mussten, da die scharfen Kanten sonst gleich vieles zerschneiden würden. Doch lebte er ja schon lang genug so um entsprechend gerüstet zu sein. Vielleicht noch von seltenem Vorteil war die Tatsache, dass er sich wohl auch durchaus Dinge an den Schuppigen schwanz binden konnte, um diese dann entsprechend zu tragen.

Seine Ausrüstung hätte gern mehr umfasst, was einem alles hier helfen kann. Ein GPS-Gerät um einem zu sagen, wo man war, hatte man zwar eingepackt, aber vielleicht dachten ja die Lehrer, dass man mal ohne all sowas auskommen muss. Er hatte auch seinen Laptop mit in die Staaten genommen, nur das er diesen wohl gleich beim Institut dort zurückließ, war die Wüste nicht unbedingt der geeignete Ort. Natürlich hätte er dreimal soviel Gepäck gehabt, wenn es nach seinen Eltern ginge. Eine Art Sulky zum hinterherziehen wäre natürlich auch praktisch gewesen, je nach Art der Wüste, wo man denn war. Aber man sollte es auch nicht zu leicht haben. Ansonsten hatte er aber auch altmodisch was zum schreiben dabei um sich etwaige Notizen oder Erfahrungen zu notieren, wobei er sich im Vorfeld schon etwas notiert hatte, nämlich wenn es um etwaige giftige Pflanzen oder Tiere ging, auf die man treffen konnte. Wasser trug er natürlich ebenso bei sich, so wie wohl auch alle anderen. Wie bei jeder Reise aber hatte man immer das Gefühl, dass man doch sicher was vergessen hatte. Zumindest um festes Schuhwerk musste er sich fast keine Gedanken machen, hatte er aber dennoch mal etwas eingepackt, womit man die krallenartigen Füße auchmal einpacken konnte. Ansonsten waren die Krallen aber ein guter Begleiter.


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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Samstag 15. September 2012, 19:54 
Erebus

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Und im Zweifelsfalle: Habe steht's genügend Klebeband dabei. (Oder so ähnlich war eine goldene Überlebensregel, wenn man sich auf der Straße durchschlagen musste. Zumindest, wenn man eh mit ein paar Punks umgeben war.) Jetzt üwrde sich vermutlich zeigen, ob genau diese Weisheit auch hier wieder bewahrheiten würde.
Unter der bereits auf der Fahrt Nassgeschwitzten "Kopfbedeckung" einer Bandana klatschte sein Haar gegen die Kopfhaut. Der Rucksack stieß ihm in den Rücken und innerlich fluchte Mark eingendlich nur noch, weil er sich auch noch eine Jacke um die Hüfte gebunden hatt,e sobald es ihm entweder zu sehr auf den Armen brannte, oder aber die Nacht hereinbrach. Die Schuhe waren das beste, was er auftreiben konnte. Die Klamotten irgendwie ein Kompromiss zwischen stabil und brauchbar. Und überhaupt bereute er gerade jetzt schon, das er überhaupt sich auf die ganze Geschichte hier eingelassen hatte. Nachdenklich warf er einen Blick auf die anderen Beiden. Musterte nochmal verstohlen die Begleitung, die Tyler hier aufgegabelt hatte und fragte sich was sie hier machte... außer vielleicht Ortskundiger als Tyler zu sein.
Nochmal sah er über die anderen, danach wanderte sein Blick den Horizont in Richtung Ferne entlang... und er kickte einen kleinen Stein, der vor ihm auf den Boden lag. Sicherheitsnadeln hätte er auch noch einpacken sollen. So richtig Stilechte aus dem billigsten Laden des Ortes geholt.


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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Samstag 13. Oktober 2012, 11:56 
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Weitere Päckchen lagen im Kofferraum des ersten SUV bereit. Sie enthielten Zelte, die jeweils zwei Teilnehmern der Exkursion nachts Schutz spenden würden. Fein säuberlich zusammengelegt war keines der Zeltpäckchen größer als ein durchschnittlicher Laptop, wenngleich ungefähr viermal so dick. Das eigentlich Erstaunliche an ihnen war das geringe Gewicht. Ermöglicht wurde dies durch die verwendeten Materialien: eine besondere Doppelmembran, die als thermoisolierende Zeltwand fungierte, Klett- anstelle von herkömmlichen metallischen Reißverschlüssen und letztendlich das polarisierbare Gerüst aus einem besonderen Fasergeflecht, das den Zeltröhren ihre endgültige Form verleihen würde. Das Schwerste am Päckchen war noch der Akku, der das Gerüst bis zu 12 Stunden in seiner Form halten konnte; er liess sich tagsüber bequem durch eine Sonnenfolie wieder aufladen. Und Sonne gab es hier tatsächlich mehr als genug.

Im zweiten SUV stapelten sich ebenfalls zusätzliche Päckchen. Diese würden in Kürze an alle Teilnehmer verteilt werden, jeweils ein kleines und ein größeres. Es handelte sich bei beiden um Flüssigkeitsbehälter, wobei der größere von beiden begrenzt formbar war und zwei Liter fassen konnte; er war für das große Gepäck vorgesehen. Der kleinere Behälter fasste einen Dreiviertelliter, war robuster und mit Halterungen versehen, die es ermöglichten, ihn am Gürtel oder außen am Rucksack zu tragen, griffbereit und zur ständigen Verwendung.

Vier weitere Päckchen würden noch unter den beiden Aufsehern der Tour Verteilung finden, je ein Satellitentelefon und ein Erste-Hilfe-Paket, wobei eines der beiden mit einem Extrareservoir an Gegengiften der hier heimischen Schlangen- und Skorpionarten ausgestattet war.


Kam es Ty nur so vor, oder waren die Jungs hier tatsächlich der aufgeregtere Teil der Gruppe? Die Mädchen schienen zu zögern. In gewisser Weise war das nachvollziehbar, nahm er an, schließlich würde es ein echtes Wildnisabenteuer werden. Da konnte es dreckig und rauh zugehen und Entbehrungen waren vorprogrammiert. Einen Moment lang überlegte er, wie viele Mädchen er kannte, bei denen der Vorschlag zu so einem Trip nicht automatisch Ablehnung hervorrufen würde. Natürlich kamen ihm da mehrere in den Sinn, für die ein WIldnisabenteuer bereits ein Ausflug in den Stadtpark bedeutete. Doch sein Hirn förderte auch erstaunlich viele Gegenbeispiele zu Tage.
Chui war schon in Schottland gern in den Wäldern unterwegs gewesen, und das zu jeder Jahreszeit; ein echter Naturliebhaber also.
Auch Tara schien kein Problem damit zu haben, sich die Hände schmutzig zu machen. Zumindest im Training hatte sie sich immer bis an ihr Limit gebracht und war dennoch mit Ehrgeiz stets noch einen Schritt weiter gegangen.
Ehrgeiz fehlte gewiss auch nicht Sophie, die ihre eigenen Ziele immer wieder von sich aus höher steckte. Ob ihr auch die Natur in all ihren Extremen lag, würde sich in den kommenden Tagen herausstellen.
Seana war und blieb ein Rätsel. Da sie ohnehin wenig sprach, würde sie sich wohl auch jetzt kaum über die Umstände beschweren; und von den Trainingsaufzeichungen wusste Ty, dass sie physisch in hervorragender Verfassung war.
Andere Namen tauchten in seinem Gedächtnis auf, Cait war unter ihnen, selbstverständlich, obwohl die Erinnerung an sie inzwischen vieles von dem bitteren Beigeschmack verloren hatte. Letztendlich war da aber auch noch Kitty, die als zweite Aufsichtsperson mitgekommen war. An ihrer ausgezeichneten körperlichen Verfassung bestand kein Zweifel, sie hatte das selbe Training bei den X-Men durchlaufen wie er. Allerdings musste er feststellen, dass er keine Ahnung hatte, wie sie mit dieser heißen Steinwüste zurechtkommen würde. Er würde es schon bald erfahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Samstag 10. November 2012, 20:59 
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Ty musterte den schmächtigen Deutschen mit seiner Ausrüstung. Er hatte mit dem Jungen schon einmal über seine Wasserschläuche gesprochen, sie nun direkt zu sehen, brachte ihn dazu, das Thema nochmals anzusprechen.

"Karl, bist du wirklich sicher, dass du die beide mitnehmen willst? Wie gesagt, wir werden Wasser haben." Er deutete auf die Wasserkanister im SUV.

"Du könntest bestimmt einen hier lassen. Oder zumindest mir geben. Das ist ne Menge Gewicht, und ich will nicht, dass du dich übernimmst."

Was in Tys Stimme durchklang war tatsächlich Sorge, keine Kritik. Aber der Gesichtsausdruck des Jungen sprach geradezu Bände. So fokussiert (um nicht zu sagen verbissen) hatte Ty seinen kleinen 'Geist' selten erlebt.

"Wenn es dir recht ist, dann tu ich dich mit Mark oder Cathal zusammen. Dann brauchst du nicht auch noch das Zeltpäckchen zu schleppen."

Aufmunternd sah er zu den beiden Erwähnten, nur um auch beim Schattenhund wenig gute Laune zu erkennen, so wie er den Stein herumkickte. Vielleicht würde ja das optimistische Naturell des Gürteltiers die Stimmung der beiden Jungen heben können; immerhin verstand es Cathal mit seiner guten Laune andere anzustecken.
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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. November 2012, 12:28 
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Kommt in die Wüste, haben sie gesagt. Es wird eine Herausforderung, haben sie gesagt.
Karl strafft seine Haltung etwas als Tyler in seine Richtung das Wort richtet, bringt es fertig zu nicken und dann kurz abschätzend zuerst zu Cathal, dann zu Oracle zu schaun um offensichtlich abzuwägen, wie man das anstellen sollte. Als der Blick zurück auf Tyler landet fingert er schon am ersten Schlauch herum.

"Mindestens einen der Wasserschläuche will ich mitnehmen, Sir, sonst hat sich die Vorfreude doch garnicht gelohnt. Wir lassen einen Schlauch in den Fahrzeugen zurück wenn Sie sicher sind, das wir mehr als genug Vorräte dabei haben... aber wir sollten auf alles vorbereitet sein, nicht? Ihre Worte."

Langsam richtet er sich unter dem Sonnendach des Rucksacks auf

"Ich sprech mit den Beiden, vermutlich hänge ich mich dann einfach an Mark wenn er sich dem nicht verweigert..."
Cathals gute Laune würde mir morgens den Nerv rauben gehört nicht zu den Dingen, die man frei heraus sagt...
"... und danke Sir."

Manners matter. Es war angenehm eine unterstützende Lehrkraft in seiner Nähe zu wissen, es wäre einfach unhöflich auf das wenige an extra Bestätigung für seine Arbeit zu verzichten, seine Höflichkeit würde über die Zeit schon genug von der Sonne verbrannt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. November 2012, 21:51 
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Verdammt, der scharfsinnige Junge hatte recht, das waren tatsächlich seine Worte gewesen. Irgendwie brachten sie Tys innere Selbstsicherheit einen Moment lang ins Schwanken. Er sah dem jungen Deutschen nach, als er zu den anderen Jungen beiden ging. Ein wenig fühlte er sich schachmatt gesetzt, durch seine eigene Anweisung von zuvor.

Es sah wohl ganz so aus, als würde der zweite Schlauch doch nicht im Auto bleiben. Ty würde ihn ganz zum Schluss auf sein eigenes Gepäck laden. Auf alles vorbereitet sein... er hatte es ja selbst so angesagt. Es war nur konsequent sich auch daran zu halten.

Erneut wanderte sein Blick hinüber zu den weiblichen Teilnehmern der Expedition.
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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Mittwoch 21. November 2012, 01:14 
Ligneus
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Während er sich dann noch etwas die Umgebung anschaute von dem Punkt, wo man noch stand und wartete, kamen in seinen Gedanken die Ideen eines Sonnenofens damit man heiße Schokolade machen kann und die Packung Marshmellows damit man auchwas zum in der Schokolade schwimmen haben konnte. Anzeichen des ersten Sonnenstichs? Wohl eher typische Cathal-Gedanken. Der Blick ging dann auch wieder zu Tyler, der sich mit Karl unterhielt und in dessen Gespräch er auch drin vorkam. Wasser zurücklassen... je nachdem wie lang man hier draußen war, könnte das natürlich doof enden. Aber dann wieder brauchte man eigentlich nicht mehr als ein konisches Loch mit einer Plane ausgelegt und in der Mitte ein Gefäß. So soll man doch in einer Wüste Wasser sammeln können. Und mit graben hätte Cathal so gar keine Probleme wenn er sich seine Krallen so anschaut. Die hatte er eigentlich zuletzt im Wald beim Institut wirklich benutzt. Da, wo er auf die seltsamen Ruinen gestoßen war. Denen, von denen er niemanden was sagen soll. Wenn man dann wieder in Schottland ist, muss er doch nochmal im Wald nachgucken.

Er schaute dann wieder zu Karl, der offenbar mehr Punkte gemacht hat bei dem Gespräch als Tyler. Kurzerhand würde er dann auch zu Karl - und wenn dieser zu Mark ging auch zu jenem - hinübertapsen.
"Lieber zuviel als zuwenig dabeihaben. Zurücklassen können wir notfalls ja immernoch Dinge. Entweder hier oder unterwegs, wobei das nicht so nett wäre für die Wüste" überlegte er. "Aber immerhin sind wir nicht in Death Valley, also sollte das ja machbar sein."

Er hätte sie zwar gern in Mengen mitgenommen, aber Schokolade und andere Süßigkeiten hier draussen... haben leider so den Drang zu schmelzen. Ob das kleine Schleckermaul das wohl übersteht? Aber gibt ja noch mehr zum knabbern. Super-Apfelmus-Riegel! Äh.. nein die gehörten Homer Simpson. Und waren auch nicht wirklich aus Apfelmus gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: USA-Quest (Teil 2) - Wüste
BeitragVerfasst: Mittwoch 21. November 2012, 13:47 
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Nickend quittiert er Cathals Worte, während er auf seinem Gesicht ein entwaffnendes Lächeln montiert damit das nächste was er sagen würde einfach an der scheinbar grimmigen Grundhaltung des Schattenhundes vorbeigleiten würde.

"Yo dawg..."
Mit einem amerikanischen Akzent wird aus der betont lässigen Anrede fast sowas wie ein Klassiker aus den internetmemes, aber er wäre nicht er selbst wenn nicht irgendwas vom eher nüchternen Deutschen darin zurückbleiben würde.

"Was dagegen wenn wir uns das Zelt teilen? Ich brauche nicht viel Platz, liege die meiste Zeit still... und ich würde das Zelt die zweite Hälfte der Wanderung übernehmen im Gepäck."

Mit viel Mühe versucht er Möglichkeit suggestiv zu verankern, das Oracle gegen Ende der Reise wenig bis keine Lust mehr haben könnte Gepäck zu tragen, egal wie viel es wäre. Ein Deal ist ein Deal... das Zelt würde am Ende immernoch weniger wiegen, als der volle Wasserschlauch. Große Freude!

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