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 Betreff des Beitrags: X-istence Member - Chui Ijima
BeitragVerfasst: Sonntag 1. März 2009, 02:20 
Chui
Chui
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Registriert: 03.2009
Beiträge: 203
Geschlecht: weiblich
Vollständiger Name: Chui Iijima
Spitzname: allerlei unschöne Bezeichnungen aus ihrer Kindheit, die sie verschweigt
Codename: noch nicht vorhanden

Mutation: sichtbare katzenähnliche Entstellungen (jedenfalls bezeichnen das die meisten Leute so), ausfahrbare (Katzen-)Krallen an Fingern und Zehen, zur Restlichtverstärkung fähige Augen, feiner Geruchssinn und sehr gutes Gehör, außergewöhnliche Balance, Gewandtheit, Biegsamkeit und Reflexe, instinktives Verständnis bei und Sympathie von allen feliden Lebewesen ('eine von uns'-Effekt, egal ob bei Hauskatzen oder sibirischen Tigern; vermutlich durch Pheromone hervorgerufen), eine Art Sechster Sinn (in Wahrheit nur ihre im Vergleich zu Menschen bessere Wahrnehmung und 'lautere' Instinkte). Ihre Fähigkeit zur lautlosen Bewegung ist ihrem Gehör angepaßt und kann manchmal sogar echte Katzen täuschen.

Geburtstag: 20. August 1988
Geburtsort: ein kleines Küstenkaff nahe Newcastle upon Tyne
Beruf: Schülerin

Aussehen, Größe, Augen- und Haarfarbe, Besondere Merkmale:
Chui ist 165 cm groß und ihre Hautfarbe läßt afrikanische Herkunft vermuten. Ungewöhnlicher und sogleich auffallend sind die bernsteingelben Augen mit senkrechten Schlitzpupillen, sowie die recht platte Nase, die in Verbindung mit den Lippen ebenfalls schwer an eine Katze erinnert - und viele Menschen abschreckt, noch bevor sie die tendenziell spitzeren und schärferen Zähne gesehen haben. Die recht kurzen schwarzen Haare stehen ziemlich wirr zu allen Seiten ab. Ihre Statur ist äußerst schlank, dabei aber nicht schwächlich sondern eher schon athletisch. Sie hat zwar menschlich wirkende Fingernägel, aber wer ihre Finger- oder Zehenspitzen genauer ansieht, kann einen verschließbaren Spalt erkennen, der 'echte' Krallen beherbergt.

Geschichte, Familie, Freunde:
Chui wurde am 20. August 1988 als zweites Kind einer ruandischen Einwandererfamilie in einer Kleinstadt an der Ostküste Englands geboren, sie hat einen älteren Bruder. Keines ihrer Familienmitglieder teilt ihre Mutation, die bereits nach der Geburt sichtbar war. Wie sie später erfahren sollte, glaubte ihre Mutter an einen Fluch der Götter aus der afrikanischen Heimat, ihr Vater nicht an seine Vaterschaft und dass sie nach den ersten beiden Lebensjahren aus der zerbrechenden und negativ eingestellten Familie geholt und in ein Heim gesteckt wurde, ist dem Jugendamt zu verdanken. Seitdem hat sie nur ihren Bruder Kanwe noch einmal gesehen und von ihm genug gehört um der Familie für immer den Rücken zu kehren.
Aber auch im Heim, einer kirchlichen Einrichtung, hatte sie es nicht leicht. Von den anderen Kindern wurde sie gemieden und/oder verspottet, und alle christliche Barmherzigkeit konnten das Unbehagen der Betreuer nicht verbergen. Vor dem Rest der Welt wurde sie mehr oder weniger abgeschottet, aber eingedenk der Reaktionen im Heim hatte sie bald auch gar kein Interesse mehr daran, noch mehr Menschen kennenzulernen. Geholfen hat es auch nicht, dass sie neben ihren sichtbaren 'Deformationen' auch bald als wunderlich galt... ihre schärferen Sinne, der Hörbereich bis in den Ultraschall hinein, die Nachtsicht und die verschobene Wahrnehmung des Farbspektrums führten irgendwann zur Auffassung, sie sei auch geistig behindert, zumal sie sich als Kind der Unterschiede lange nicht bewußt war. Ihre schulischen Leistungen waren deswegen auch immer sehr schwankend(Lehrer: 'Zähl die roten und die blauen Autos zusammen.' Chui: 'Auch die blauleuchtenden?').
All das führte dazu, dass sie sich immer verschlossener zeigte und immer wieder von depressiven Stimmungen heimgesucht wurde. Freunde die es verdienen, so bezeichnet zu werden, hatte sie kaum, auch nicht viel Sinn für Gemeinschaftsaktionen (bei denen sie sowieso nie freiwillig mit einbezogen wurde), lieber hat sie im Alleingang den nahegelegenen Wald erkundet oder ist geklettert. Dies, nächtliche Waldwanderungen und das Zusammensein mit Katzen wurden ihre liebsten Stunden, die sie von ihrem sonstigen Leben ablenken konnten. Jedenfalls bis zur Pubertät, wo sich alles nochmal verschärfte.
Natürlich hat sie sich in einen älteren Mitschüler verknallt, Charly Watts, Captain des Soccer-Teams der überhaupt keine Notiz von ihr nahm, hat allen Mut zusammengekratzt und die richtige Gelegenheit abgewartet, ihn mal anzusprechen und... bekam kein Happy End. Mit seinem ungläubigen Gelächter wollte er nur überspielen, was sie einen Wimpernschlag vorher trotzdem bemerkt hatte: Das Entsetzen und die Abscheu bei dem Gedanken, sich mit ihr abzugeben.
Danach wechselte sie mit ihren Mitschülern kaum noch irgendwelche Worte. Sie verbesserte intensiver ihre Laufzeiten und Leichtathletikübungen (angefangen hatte sie damit, weil sie wenigstens hier ein wenig Anerkennung erheischen konnte) und rettete sich mehr schlecht als recht noch durch die Abschlußprüfung der High School und dann machte sie, dass sie wegkam. Seitdem wandert sie ein wenig ziellos umher und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Den besten davon hatte sie bisher bei einem Wanderzirkus... nicht nur kamen ihr ihre sportlichen Fähigkeiten zugute, sie konnte auch gut mit den zwei Löwen umgehen und war mindestens genauso eine Attraktion - gerade WEGEN ihres Aussehens, nicht trotz. Für den Alltag änderte sich allerdings nicht viel, und darum hat sie den Zirkus vor kurzem wieder verlassen, gerade als er in Glasgow gastierte...

Charakter, Vorlieben, Abneigungen, Hobbies:
Die Angst, dass sie niemals jemanden finden wird er die so akzeptiert wie sie ist, ist jederzeit gegenwärtig und stellt den Motor ihres Handelns dar. Chui wird von einer Rastlosigkeit getrieben, deren Ziel sie nicht wirklich kennt. Sie hat keine Ahnung was sie mit ihrem Leben anfangen will oder wen, was oder ob überhaupt sie sucht. Vielleicht ja das, was sie ihr ganzes Leben lang nie wirklich hatte, die Geborgenheit einer Familie. Selbst wenn sie das selbst anerkennen würde, wäre sie noch weit entfernt davon, es zuzugeben. Mal abgesehen davon, dass sie sowieso sehr verschlossen ist und völlig verlernt (eigentlich nie richtig gelernt) hat, ungezwungen mit anderen Menschen zu reden.
Bitterlich geweint hat sie das letztemal bei der Reaktion Charlys auf ihre Annäherung, ansonsten war sie bestürzte Blicke und sich bekreuzigende Passanten ja schon gewohnt und nimmt sie kaum mehr wahr (zumindest redet sie sich das ein). Allerdings macht sie auch weiterhin jeder Blick in einen Spiegel nicht gerade glücklich. Sporadisch entlädt sich die angestaute Frustration in einem nicht vorhersehbaren Wutanfall, dem manchmal irgendwelche nicht rechtzeitig geflüchtete Gegenstände zum Opfer fallen. Da sie es ist, die fehlerhaft ist, hat sie ansonsten die Ungerechtigkeit der Welt von klein auf akzeptiert und es aufgegeben, dagegen anzukämpfen.
Ihr Leben ist dennoch nicht ohne Freuden, wenn auch getrübt dadurch, dass sie sie mit niemandem teilen kann außer gewissen Vierbeinern. Wo auch immer sie hinkommt freundet sie sich mit den Katzen an und die Zeit mit den beiden Zirkuslöwen hat ihr ebenfalls hauptsächlich wegen diesen gefallen. Sie läuft gern und klettert noch viel lieber (auch ohne Krallen wäre sie wohl schon eine veritable Freeclimberin). Nach stundenlangen Streicheleien, der Ankunft an einem schwierigen Gipfel oder einer hohen Baumkrone, dem schnellen hakenschlagenden Lauf durch den nächtlichen Wald, das sind die Momente, in denen sie fast sowas wie glücklich ist.
Zudem ist sie im Gegensatz zu den Schlüssen der Heimbetreuer intelligent genug, um Gefallen an Büchern zu finden, besonders Fantasy (wo die Protagonisten auch mal sehr seltsam aussehen können und dennoch die Anerkennung bekommen, die sie verdienen). Musikalisch ist sie recht breit gestreut und nirgendwo richtig 'zuhause', Bässe und Breakbeats scheinen ihr aber besonders zu gefallen. Manche allzuhohen Töne in Musikstücken können sie anscheinend geradezu elektrisieren (tja, was den einen Fingernägel an der Schiefertafel ist ihr ein gewisser Ultraschallbereich - und zwar hoch zehn).
Wenn sie etwas haßt, dann dass jemand einer Katze etwas zuleide tut. Sie hat schon Leute angefallen die ungewollte Kätzchen ertränken wollten und die Leute im Zirkus mußten sich auch erstmal eine Standpauke anhören (eine der wenigen Gelegenheiten, zu denen sie mehr spricht als einzelne Wörter). Bemerkenswert ist auch, dass Hunde ein Problem mit ihr haben und zu knurren anfangen, sobald sie in die Nähe kommt. Es scheint, dass die Pheromone, die ihr die Freundschaft der Katzen sichern, den Wuffis nicht gefallen. Das ist auch der Grund, warum sie bei aller Lautlosigkeit von einem Hund wohl immer entdeckt wird.

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Von Katzen versteht niemand etwas, der nicht selbst eine Katze ist. - Natsume Sôseki (japanischer Dichter)


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 Betreff des Beitrags: Re: Chui Iijima
BeitragVerfasst: Sonntag 1. März 2009, 02:21 
Chui
Chui
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Registriert: 03.2009
Beiträge: 203
Geschlecht: weiblich
Zusatz zur Wahrnehmung

Katzen sehen dichromatisch: Untersuchungen ihrer Netzhaut haben gezeigt, dass sie zwei Arten von Zapfen enthalten, von denen die einen auf Blau, die anderen auf Grün reagieren. Eine Katze kann Rot also nicht erkennen.
Ihr Auge ist an ihre Aktivität als Nachtjäger angepasst: Stäbchen liegen in grosser Menge vor. In völliger Dunkelheit können sie zwar nichts sehen, aber schon das Sternenlicht reicht ihnen aus, um auf die Jagd zu gehen und Tiere zu erbeuten. Um ihr sehr empfindliches Auge zu schützen, schliesst sich die Pupille bei vollem Lichteinfall zu einem schmalen Schlitz. Insgesamt sind die Augen einer Katze sehr gut an das Nachtsehen angepasst, tagsüber dafür aber nicht besonders leistungsfähig. Sie akkommodieren nur schlecht und bilden Objekte nicht besonders genau ab.



Da Chuis Augen deutlich jenen der Katzen nahestehen, trifft obiges recht gut auf sie zu... aber nicht vollständig. Sie hat Probleme mit Rot-, Orange- und Gelbtönen, nimmt sie meist nur als diffuses Grau wahr, außer sie sind sehr intensiv, aber ihre Objekt - und Konturenwahrnehmung ist davon nur wenig beeinträchtigt. Am besten sieht sie Blau- und Grüntöne sowie Bewegungen, auch feinster Art. Im prallen Sonnenlicht ist es ihr zu hell, dafür ist die Nacht ihr Element. Farbwahrnehmung ist dann zwar allgemein stark eingeschränkt, aber Konturen und vor allem Bewegungen sind für sie gut sichtbar. Ihre Akkomodation ist nicht so eingeschränkt wie bei Katzen, am schärfsten sieht sie aber in Entfernungen von 5 bis 30 Metern, darüber und darunter geringfügig schwächer als ein Normalmensch.


Weitere Details:
- Auch Chui verfügt über ein tapetum lucidum, eine reflektierende Membran hinter der Netzhaut, der sprichwörtliche Lichtverstärker, der auch dafür verantwortlich ist, dass das Auge leuchtet, wenn es von einer Lichtquelle angestrahlt wird.
- Das Verhältnis von Zapfen zu Stäbchen in der Retina beträgt 1:25, ihre Augen sind damit siebenmal lichtempfindlicher als die eines Menschen. In direktem Sonnenlicht (oder zu hellem künstlichen) verlieren sich aber feine Details für ihre Wahrnehmung.
- Ihr Sichtfeld entspricht mit 200° dem eines Menschen.
- Sie sieht weder Infrarot noch Ultraviolett.. das können echte Katzen ebensowenig. Höchstens dass ihr Temperaturunterschiede durch Infrarotstrahlung leichter auffallen.
- Sie hat menschliche Augenlider und keine katzentypischen Nickhäute.



Angrenzend an das Trommelfell befindet sich ein winziger Knochen, der Malleus oder Hammer. Der Malleus ist einer von den drei Gehörknöchelchen, winzige Knochen, die die Vibrationen des Trommelfells verstärken und sie in das Innenohr übertragen. Der mittlere Knochen heißt Incus oder Amboß, das dritte Knöchelchen wird Stapis oder Steigbügel genannt.
Das Stangen-Verhältnis vergleicht die Länge des Malleus mit der Länge des Incus. Je größer das Verhältnis der beiden Knöchelchen zueinander, desto empfindlicher die Strukturen des Ohres für Geräusche von geringer Lautstärke. Bei Katzen ist das Verhältnis fast dreimal größer als beim Menschen.

Die Empfindlichkeit des Corti-Organs der Katze reicht weit über die obere Hörgrenze des Menschen hinaus, sie kann Geräusche mit Frequenzen von 50 bis 60 Kilohertz hören, das ist weit höher als die 20 Kilohertz-Grenze des menschlichen Hörvermögens.


Die höhere Empfindsamkeit und der erweiterte Frequenzbereich des Gehörs trifft auch auf Chui zu. Im Unterschied zur Katze sind ihr die höchsten Töne ihres Bereichs allerdings unangenehm; vergleichbar mit dem Kratzen von Fingernägeln auf einer Schiefertafel.

Weitere Details:
- Im Gegensatz zur Katze kann Chui selbst keine Laute im Ultraschallbereich erzeugen.
- Ihre Ohren sind nicht drehbar und besitzen auch nicht die katzentypische Schalltrichterqualität. In der Ortsbestimmung von Geräuschen fehlt ihr die Exaktheit echter Katzen.



Ihren überlegenen Geruchssinn verdankt Chui der stärkeren Konzentration von olfaktorischen Sensoren in Nase und Rachenraum. Sie hat kein Jakobsonsches Organ. Dafür verfügt sie über die der Katze fehlenden Rezeptoren für Süße.



Katzen haben ein sehr viel ausgeprägteres Gleichgewichtsempfinden als der Mensch, weil die Nervenimpulse sehr schnell von den Augen auf Muskeln und Gelenke übertragen werden.

Der Stellreflex: Stürzt die Katze aus großer Höhe, übermitteln die Augen und das Gleichgewichtsorgan im Innenohr sofort die Information an das Gehirn, in welcher Lage sich der Kopf zum festen Boden befindet.
Verändert sich die Position des Kopfes, so geraten Kristalle und Flüssigkeit im Innern des Gleichgewichtsorgans in Bewegung; feine Flimmerhärchen registrieren die Bewegung. Im Bruchteil einer Sekunde wird die Information an das Gehirn weitergeleitet, das sofort Nervenimpulse zum Aufrichten des Kopfes aussendet. Zugleich richtet sich der Körper nach der Position des Kopfes aus, und die Katze erreicht den Erdboden in perfekter Landemanier.


Auch Chui landet meistens auf den Füßen (oder zumindest auf Füßen und Händen), und auch ohne ausgleichenden Schwanz kann sie recht gut balancieren. Auf dünnstem Untergrund kann sie sich aber, eben wegen des fehlenden Schwanzes, keine allzu heftigen Bewegungen seitwärts erlauben.

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Von Katzen versteht niemand etwas, der nicht selbst eine Katze ist. - Natsume Sôseki (japanischer Dichter)


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