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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: 06 Aftermath Part 2 [5. September]
BeitragVerfasst: Sonntag 1. März 2009, 23:44 
Chui
Chui
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Beiträge: 203
Geschlecht: weiblich
[ursprünglich gepostet von TylerKnight]


Szene 1
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Die Ereignisse des 5. September waren sehr vielfältig und hinterließen ihre Spuren bei jedem der übrig gebliebenen Institutsbewohner. Obwohl sie in Zelten wohnten, fühlte sich das alles ganz und gar nicht nach einem Campingurlaub an.

Schon früh am Morgen, kurz nachdem JFK und Deon G. Kenneth aus den Spenden der Helfer ein Frühstück für alle zubereitet hatten, kamen die Polizisten und psychologischen Betreuer zurück zum Institut. Sie waren zwar noch vorsichtig, doch stellten sie nun konkretere Fragen, immer auf der Suche nach einem neuen Puzzlestück, immer wieder betonend, wie sehr die Aufklärung dieses Falls von dem abhing, was die Schüler ihnen sagen konnten. Eleanora Fraser war ebenfalls anwesend und achtete mit Argusaugen darauf, dass die Befragungen nicht zu eindringlich oder zu indiskret wurden. Sie verteidigte die Schüler wie eine Löwenmutter ihre Jungen gegen all zu forsche Polizisten und lieferte sich mindestens ein Wortgefecht mit den Beratern. Ty konnte kaum mehr tun, als die vielen Anfragen seitens der Helfer zu koordinieren und alles im Blick behalten. Zumindest bemühte er sich darum.

Die Bauarbeiten an der Ruine hingegen waren ununterbrochen weitergeführt worden, die ganze Nacht hindurch. Niemand vermochte zu sagen, wann die Arbeiter hinter der Plane und den Gerüstteilen einen Schichtwechsel durchgeführt hatten (oder ob sie es überhaupt getan hatten), aber dem Arbeitslärm nach waren die Männer dort seit über 24 Stunden pausenlos am Werk gewesen. Während der Mittagspause unterhielt sich einer der Männer mit Ty, sodass nach dem Mittagessen eine Ankündigung an die Schüler richten konnte.

"Ich habe soeben erfahren, dass die Außenwände und tragenden Elemente soweit repariert wurden, dass man das Gebäude wieder betreten kann. Ich werde es mir gleich mit einigen Polizisten ansehen und dann... sehen wir weiter."

Ty konnte sich vorstellen, dass jeder ins Gebäude hineinwollte, so schnell das eben ging. Viele von ihnen hatten nur die Kleidung am Leib mitgenommen, einige nicht einmal das. Sophie beispielsweise hatte sich mit Dingen einkleiden müssen, die ihr die Familie McNara gegeben hatte. Jeder würde nach den persönlichen Dingen suchen wollen, die sie bei der Flucht hatten zurücklassen müssen.



Szene 2
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Die Suche nach verwertbaren Dingen innerhalb der ehemaligen Schule blieb ergebnislos. Das Feuer hatte alles zu Staub und Asche verwandelt und oftmals waren auch die Mauern im oberen Teil des Gebäudes selbst so brüchig und porös geworden, dass man sie problemlos mit dem Finger durchstechen konnte. Die Bauarbeiter der Firma hatten sich in erster Linie den wichtigsten Elementen des Instituts gewidmet, und das bedeutete nicht nur, das Gebäude oben zu erhalten, sondern auch die Zugänge ins Untergeschoss zu tarnen. Sie taten das ja nicht zum ersten Mal.

Tyler, Padraig und Eleanora hatten sich jedes Zimmer angesehen. Die Büros waren nur noch leere Räume voller Asche, Löschschaumresten und geschmolzenen Klumpen; die Bibliothek ein leerer Raum voller schwarzer Flocken. Das Musikzimmer mit dem teuren Flügel beinhaltete nur Asche, Staub und ein paar Überreste. Der erste Stock mit den Zimmern der Schüler waren noch am wenigsten betroffen gewesen, doch auch dort war alles gealtert, verfallen, voller Staub und so gut wie unbrauchbar geworden. Im Dachgeschoss gab es nichts mehr. Eleanora notierte sich alles, was neu angeschafft werden musste, aber das beinhaltete so ziemlich den gesamten Gebäudeinhalt inklusive der Möbel.

Schliesslich durften auch die Schüler in Zweiergruppen ins Gebäude hinein, um nach persönlichen Dingen in ihren Zimmern zu suchen. Einer der Erwachsenen war stets bei ihnen, dass ihnen nichts passieren konnte. Aber wie viele von den Resten ihrer früheren Besitztümer sie wirklich behalten wollten, mussten sie selbst entscheiden.

Niedergeschlagen und traurig verließ Tyler die Ruine; verflogen waren die Euphorie und Hoffnung des letzten Tages. Selbst die unzähligen Helfer der Calman Geal und ihre Hilfsbereitschaft konnten nicht über die nüchterne Tatsache hinwegtäuschen, dass sie in nur einer Nacht so gut wie alles verloren hatten. Aber dann wurde er ans Telefon gerufen und was er dort erfuhr, gab ihm wieder Mut.

Beim Abendessen dann war es abermals an ihm, etwas zu sagen. Inzwischen kam er sich schon fast vor wie ein Politiker, der ständig nur Ansprachen hielt. Aber diese hier war unumgänglich.

"Erst vor zwei Tagen haben wir uns über eine bessere Welt unterhalten. Eine Welt, in der Menschen ohne Angst vor Mutanten leben, und ungekehrt. Und wir haben erfahren, dass es Personen gibt, die aktiv daran arbeiten, diese Welt zu verhindern, noch bevor sie entstehen kann. Was uns angetan wurde, ist schrecklich und es wird nicht einfach so aus unseren Gedanken und Erinnerungen verschwinden, nur weil wir das gerne so hätten. Sie haben uns zu Opfern gemacht und sie wollen, dass wir aufgeben. Angesichts dessen, was uns geblieben ist und dem, was uns genommen wurde, kann man sehr leicht verzweifeln und aufgeben.

Ich kann nur für mich selbst sprechen und ich werde nicht aufgeben. Es gibt Menschen, die uns helfen wollen, und die an uns glauben. Und es gibt Dinge, an die ich glaube, wie die bessere Welt, von der wir gesprochen haben. Diesen Menschen und diesen Idealen schulde ich etwas. Ich lasse mich nicht einfach zum Opfer machen! Ich lasse mich nicht verjagen! Ich werde hier bleiben und dafür kämpfen, dass unsere Hoffung nicht stirbt!

Aber ich kann das nicht für euch entscheiden. Wer von euch gehen will, dem steht das frei. Meldet euch einfach bei mir, bei Mr. O'Diarmuid oder Miss Fraser. Wir werden dann eure Familien benachrichtigen und ihr müsst nicht hier bleiben. Niemand kann das von euch verlangen und ich werde das auch nicht tun.

Falls ihr mit mir hier bleiben wollt, kann ich euch nichts garantieren. Ich kann euch lediglich versprechen, dass euch jede Menge Arbeit erwarten würde, viel mehr als bisher. Aber ihr würdet keine Opfer mehr sein, weil wir alle gemeinsam für dasselbe Ziel arbeiten. Wir werden zusammenstehen und uns wehren.

Das war es, was ich euch sagen wollte."

Damit verließ er das große Zelt und überließ die Anwesenden ihren Gedanken und ihrem Essen.

Das Ende dieses Tages kam still und leise; auch das neue Lagerfeuer vermochte die Stimmung nur bedingt zu heben. Die Bauarbeiten im Hauptgebäude gingen abermals über Nacht weiter.

_________________
Von Katzen versteht niemand etwas, der nicht selbst eine Katze ist. - Natsume Sôseki (japanischer Dichter)


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