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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: 05 Aftermath Part 1 [4. September]
BeitragVerfasst: Montag 2. März 2009, 00:44 
Chui
Chui
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Beiträge: 203
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[ursprünglich gepostet von TylerKnight]


Szene 1
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Die Ruine schwelte noch im Rest des Morgenrots und der letzte Rauch stieg fast senkrecht in die Höhe. Mehrere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und der Polizei näherten sich mit hoher Geschwindigkeit dem ehemaligen Institute for Gifted Youngsters, mussten jedoch vor dem Tor halten, da es immer noch verschlossen war. Vor dem Tor wartete eine hoch gewachsene Gestalt in einer schwarzen Lederhose und einer bis oben hin geschlossenen Armyjacke.

"Guten Morgen. Danke, dass sie so schnell gekommen sind" begrüßte Tyler Vincent Knight die Einsatzkräfte. "Ich fürchte nur, dass sie nicht mehr besonders viel tun können. Es gibt nichts mehr zu löschen." Er wusste, dass die Feuerwehrleute sich nicht damit begnügen würden. "Ich wollte sie nur warnen. Ich kann keinen ihrer Männer ins Gebäudeinnere lassen! Dies ist … dies war eine Schule für Mutanten. Bei ihrem Bau wurden Materialien verwendet, die sie gegen Mutantenkräfte resistent machen sollten. Durch das Feuer sind nun einige Nebenprodukte dieser Stoffe freigesetzt worden, und obwohl sie harmlos für Mutanten sind, sind sie aller Wahrscheinlichkeit nach tödlich für Nichtmutanten. Also wenn sie nicht gerade eine Schwadron aus Mutanten unter ihren Männern haben, kann ich sie keinesfalls hineinlassen; es ist einfach zu gefährlich."

Der Einsatzleiter der Polizei und der Hauptmann der Feuerwehrkräfte hörten den jungen Mann, und das erste Anzeichen von Empörung über die Anmaßung des Ausländers, der ihnen sagen wollte, wandelte sich in Entsetzen darüber, was sie in dieser Ruine erwartete. Im Hintergrund traten die Männer ehrfürchtig einige Schritte zurück.

Einer der Polizisten ging jedoch vorwärts. "Chief, ich habe keine Angst vor diesem Zeug. Ich wohne auf diesem Gelände, in dem kleinen Haus dort an der Seite. Die Menschen in dieser Schule waren meine Freunde. Ich kann das hier handhaben, keiner der anderen muss mitkommen." Liam McNamara sah Ty wissend an, während er auf die Reaktion des Einsatzleiters wartete. Als diese ausblieb, legte er noch einen drauf. "Bitte, Chief. Ich will doch auch nur herausfinden, was passiert ist. Und ich will sehen, was aus meinem Haus geworden ist. Meine Frau und meine Babys haben vielleicht kein Zuhause mehr; ich will nicht hier draußen stehen und nichts tun."

Mit einem Seufzen wandte sich der Einsatzleiter and den Feuerwehrhauptmann. "Können sie einen sicheren Abstand zum Gebäude einhalten und die letzten Gefahrenherde beseitigen, ohne hineinzugehen?" Der Angesprochene nickte nach einigen Augenblicken und ging dann zum ersten Feuerwehrfahrzeug hinüber, um die entsprechenden Befehle zu geben. Der Einsatzleiter drehte sich wieder zu dem jungen Ausländer um. "Also schön, McNamara. Sie und ich. Ich glaube, der Rest unserer Jungs wird da drin nicht gebraucht. Nehmen sie die Fotoausrüstung mit. Und sie, Mister, öffnen jetzt endlich mal das Tor, wenn wir noch irgendwas retten sollen."

"Knight" antwortete der Mann in Armyjacke knapp und Lederhose, bevor er sich umdrehte, und das schwere Tor per Hand aufschob. Die Elektrik war natürlich noch lahm gelegt, so dass es einige Augenblicke dauerte. Hinter Ty hörte er den Einsatzleiter weitere Befehle geben, die die Sicherung des Geländes und die mögliche Anwesenheit der Presse betrafen. Denn schon traf der erste Übertragungswagen hinter den letzten Einsatzwagen ein.

Ty trat zur Seite, um dem Feuerwehrwagen Platz zu geben, der mit erstaunlich wenig Einsatzkräften bestückt war. Dafür hatte sich der Einsatzleiter der Polizei mit ins Fahrzeug gesetzt. Die unvermeidliche Meute der Schaulustigen am Zaun des Geländes bestand momentan noch aus einer Gruppe von Feuerwehrleuten in Einsatzkleidung, aber auch das würde sich bald ändern.

Liam McNamara kam zu Fuß, den Koffer mit der schweren Fotoausrüstung über die Schulter geschlungen. Er wartete, bis Ty das Tor wieder zugeschoben hatte, bis sie gemeinsam weitergingen.

"Giftige Nebenprodukte? Für Nichtmutanten tödlich? Hast du dir das selbst ausgedacht?" fragte er leise, während sie an den Überresten der Garage vorbeikamen.

Ty hingegen konnte nur hilflos nicken. "Was anderes ist mir auf die Schnelle nicht eingefallen. Und irgendwie musste ich sie ja davon abhalten, hineinzugehen."

Der Polizist nickte nur. "Weißt du schon, wer es war?"
Tys Antwort darauf bestand zunächst nur aus einem Kopfschütteln. "Aber wir kriegen’s raus. Es war jedenfalls geplant, so viel steht fest. Sie haben euer Haus verschont, soweit ich das sehen konnte, ich hab’ von dort aus angerufen."

Beide Männer näherten sich den Ruinen des Hauptgebäudes, wo das Feuerwehrfahrzeug geparkt hatte und bereits die mutigsten der Helfer in voller Montur und Atemschutzmasken den Schaumwerfer einsatzbereit machten. Der Einsatzleiter hatte sich ebenfalls eine Maske über den Kopf gezogen, eine weitere hielt er in der Hand, offensichtlich sollte die für Liam sein.

"Also schön, legen wir mit der Beweissicherung los. McNamara, machen sie die Fotos. Fangen sie mit den Graffitis hier drüben an. Und sie, Mr. Knight, erzählen mir jetzt mal die gesamte Story von Anfang an..."

Nach einer Weile traf draußen am Tor noch jemand ein, und sie wollte sich nun so gar nicht aufhalten lassen. Schliesslich war die die Sekretärin der Schule, und was erlaubten sich diese Polizisten eigentlich, sie von ihrer Arbeit abzuhalten?



Szene 2
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Nach nicht ganz zwei Stunden, in denen Ty alle Fragen des Polizisten beantwortete, so gut er nur konnte, kam Liam McNamara zu den beiden zurück. Im Hintergrund begannen die Feuerwehrkräfte, ihre Ausrüstung wieder zu verstauen. Dabei waren sie aber ungewöhnlich ungenau, sie schienen es vor allem eilig zu haben. Sie hatten durch so ziemlich jedes Fenster so viel Löschschaum ins Gebäudeinnere gepumpt, dass es garantiert keinen weiteren Brand geben konnte. Als McNamara die beiden erreichte, seufzte der Einsatzleiter resigniert auf und klappte seinen Notizblock endgültig zu.

"Ich bin dann fertig, Chief" verkündete der junge Polizist. "Ich hier auch" gab der Vorgesetzte zur Antwort und er sah dabei nicht besonders glücklich aus. "Aber was dieser Mann sagt, ergibt doch keinen Sinn!"

Nun war es an Ty, die Augenbrauen zu verziehen. Er hatte die Wahrheit gesagt, zu jeder Frage, die ihm der Polizist gestellt hatte. "Es war aber genau so, wie ich es Ihnen gesagt habe. Mitten in der Nacht drangen unbekannte Personen ins Gebäude ein, und sie begannen auf unsere Schüler zu schiessen. Ich habe daraufhin so viele wie möglich evakuiert und sie in den Wald gebracht. Momentan befinden sie sich auf einem Gutshof, bei Freunden, der Familie McNara. Einige von ihnen sind aber verschwunden und ich habe keine Ahnung, wo sie geblieben sein könnten! Ich nehme an, dass sie von den Unbekannten mitgenommen wurden! Ich brauche ihre Hilfe!"

"Aber so, wie das bei ihnen klingt, Mr. Knight, wäre es ein paramilitärischer Einsatz gewesen, eine genau geplante Entführung. Das wollen Sie mir doch nicht wirklich weismachen, oder?" Der Einsatzleiter hatte seine Stimme erhoben, und sie klang ärgerlich da ihm die Antworten nicht gefielen. "Warum sonst wären hier die ganzen Graffitis auf der Hauswand? Das war doch eindeutig nur ein dummer Scherz. Von Mutantengegnern, kein Zweifel, und auf die Leute kommt auch Einiges zu, das können sie mir glauben. Anklagen wegen Hausfriedensbruch und Vandalismus mindestens, eventuell Brandstiftung, vielleicht sogar unerlaubter Waffenbesitz. Aber eine militärische Operation um einen Haufen Schüler zu ängstigen oder zu entführen? Ich halte das für äußerst unwahrscheinlich. Und bisher sind sie der einzige, der so eine Aussage macht. Ich werde wohl oder übel ihre Schüler befragen müssen."

Zorn kochte in Ty hoch, als er den Polizisten so leichtfertig reden hörte. Er hatte es doch mit eigenen Augen gesehen! Er verfiel ganz automatisch in seinen Heimatslang. "Aber ich sag' die Wahrheit! Welchen Grund sollte ich haben, um sie zu belügen. Das war ein Militäreinsatz wie aus dem Buch! Ich kenn' mich..." Nein, den nächsten Teil behielt er wohl besser für sich. Dummerweise dachte der Einsatzleiter da anders.

"Ach ja, sie kennen sich damit also aus?" beendete er Tylers Satz als Gegenfrage. "Und woher, wenn ich fragen darf? Was ist das eigentlich für eine Schule, eine Militärakademie? Was verstecken sie hier vor uns? Und wo sind eigentlich die Verantwortlichen, wenn sie hier nur der Stellvertreter sind?"

Noch bevor Ty leichtsinnigerweise irgendetwas antworten konnte, mischte sich Liam McNamara ins Gespräch ein. "Chief, wir sollten den Mann in Ruhe lassen. Er hat bestimmt genug Probleme mit einem Haufen verängstigter Schüler ohne Dach über dem Kopf. Außerdem scheint es am Tor Probleme zu geben. Die Presse ist da, und eine Gruppe von Demonstranten."

"Na toll" seufzten der Einsatzleiter und Ty fast gleichzeitig und wechselten daraufhin einen irritierten Blick. "Gut, wenn sie denn alle Fotos haben, die sie benötigen, sollten wir wirklich besser verschwinden, bevor uns dieses Giftzeug doch noch schädlich wird."

Gemeinsam mit dem Löschtrupp samt Fahrzeug machten sich die Männer (bis auf Liam McNamara, der noch seine Wohnung inspizieren wollte) zurück auf den Weg zum Tor. Dort erwartete sie eine Überraschung, die nicht etwa aus den vier Fernsehteams samt Kameras und Übertragungswagen bestand. Überhaupt war die sonst eher ruhige Landstraße gesäumt von geparkten Fahrzeugen. Viel überraschender war hingegen dass sämtliche der Demonstranten weiße Shirts mit grünen Aufdrucken trugen, und dass auf ihren Transparenten nicht etwa "Mutanten raus" stand, sondern "Helft unseren Brüdern" und "Menschenrechte = Mutantenrechte" und "Gemeinsamkeit statt Hass". Die Sprechchöre deuteten auch eher darauf hin, dass diese Leute sich auf die Seite der Mutanten stellten, statt gegen sie. Für Tyler war es ein winziger Lichtblick. Er kam gerade in Hörweite, als ein Mann im weißen Shirt mit grünem Aufdruck und einer grünen Mütze lauthals in die Fernsehkameras wetterte.

"... und egal, was dort drin geschehen sein mag, wir betrachten es als einen feigen Akt der Verzweiflung gegenüber hilflosen Kindern, die um Gleichberechtigung in einer Welt voller Furcht und Hass kämpfen. Und wir sind nicht bereit... "

Die Kameras vergaßen den Redner sofort, als das sich dem Tor nähernde Feuerwehrfahrzeug bemerkt wurde. Sie schwenkten um und es gab ein kleines Blitzlichtgewitter, als die Fotojournalisten versuchten, den besten Schnappschuss der Szene zu schießen. Der Einsatzleiter hatte die Atemmaske bereits abgenommen, während er noch im Fahrzeug saß. Nun stieg er aus, woraufhin das Stimmengewirr anschwoll und ihm Fragen über Fragen entgegen geworfen wurden. Die Polizisten hatten Mühe, alle Leute vom Tor fernzuhalten.

"Chief Turner, was ist hier vorgefallen?" - "Gibt es schon erste Erkenntnisse, wer das getan hat?" - "Wie viele Opfer gibt es, Chief?"

"Hey! Tyler! Hier drüben!" zischte zur selben Zeit eine junge Frau von einer Stelle weiter abseits. Es war Eleonora Fraser. Ihrem Gesichtsausdruck nach war sie nicht besonders glücklich. Tatsächlich hatte sie seit ihrer Ankunft hier vor ein paar Stunden den Polizisten zu erklären versucht, wer sie war, und was sie hier tat. Die Demonstranten und Reporter hatte sie dabei eiskalt stehen lassen und jeden noch so höflich Annäherungsversuch ebenso höflich wie resolut unterbunden. Nein, sie hatte sich an die Polizisten gehalten und war ihnen mit ihrer höflichen aber extrem beharrlichen Art und Weise ganz schön auf die Nerven gegangen. Leider vergeblich. "Sagen sie denen, wer ich bin, und dass sie mich endlich reinlassen sollen, ich stehe seit mehr als einer Stunde hier! Was ist hier eigentlich los?"

Tyler war an den Zaun getreten, und hatte die junge Frau eine ganze Weile irritiert angesehen, unsicher, was er ihr antworten sollte. Dann entschied er sich. "Gehen sie nach Hause, Eleanora. Bis auf weiteres haben sie Urlaub." Es war kühl, resolut, aber es war auch die einzige Chance, die er sah die Kinder und Eleanora selbst für den Augenblick zu schützen. "Ich rufe sie in ein paar Tagen an."

"Oh nein, so leicht werden sie mich nicht los!" Die Sekretärin erhob ihre Stimme, zu recht, denn schliesslich besass sie die Vormundschaft über einige der Kinder. "Was ist mit den Schülern?" rief sie, aber Ty drehte sich weg und liess sie stehen. Eleanora starrte ihm wütend nach, konnte aber nichts tun. Außer zu bleiben und zu warten.

Der Einsatzleiter stand noch immer mitten im Blitzlichtgewitter. Er hob beschwichtigend die Hände und wartete, bis es ruhiger geworden war. Erst dann sprach er. "Ersten Erkenntnissen nach handelt es sich hierbei um einen Fall von Hausfriedensbruch mit eindeutig mutantenfeidlichem Hintergrund." An dieser Stelle wurden anhaltende Buhrufe der Demonstranten laut. Als es sich wieder etwas beruhigt hatte, fuhr Chief Turner fort. "Es kam in erster Linie zu Sachschäden, aber wir schließen derzeit auch mutwillige Brandstiftung nicht aus. Weitere... " Er wurde von einem neuerlichen Fragenschwall unterbrochen, gegen den er sich mit lauter Stimme zur Wehr setzte. "Weitere Stellungnahmen wird es zu diesem Zeitpunkt nicht geben. Guten Tag."

Die Fragen prasselten weiter auf den Mann ein, während er sich einen Weg zu seinem Fahrzeug bahnen ließ und einstieg. Vorher warf er noch einen Blick zu Tyler Knight, der ihn durch das Tor gelassen hatte. Kaum jedoch war der Chief verschwunden, richtete sich sämtliche Aufmerksamkeit auf den Mechaniker.

"Wer sind sie?" - "Arbeiten sie hier?" - "Was können sie uns sagen?" - "Wird es eine offizielle Stellungnahme geben?" - "Wo sind die Schüler?" - "Mister, Mister, ich komme von SNC, und ich habe die Vollmacht, Ihnen ein Exklusivinterview zur besten Sendezeit anzubieten, wenn sie mir nur sagen könnten, ob..."

Liam McNamara musste heute so was wie einen Spezialauftrag als Schutzengel haben, denn er rettete Ty abermals aus seiner Lage. "Dieser Mann wird keine Fragen beantworten. Bitte fahren sie wieder. Es wird keine Interviews geben. Dies ist jetzt ein polizeilicher Tatort, und sie machen sich strafbar, wenn sie das Gelände unerlaubt betreten. Es gibt hier keine Story für sie, bitte gehen sie."

Ein Mann in weißem Shirt mit grünem Aufdruck und einer grünen Mütze hatte sich währenddessen an das Tor herangedrängt. Ty erkannte ihn wieder; er war es, der vorhin zu den Kameras gesprochen hatte. "Mister? Mister Summers? Ich muss mit ihnen sprechen, Mister Summers. Mein Name ist Andrew McQueen und ich bin hier wegen Cathal Morrison."

Ty starrte den Mann mit der grünen Mütze einen Augenblick lang durch die Streben des Tors an. "Woher kennen sie Cathal Morrison?" stellte er die Gegenfrage, misstrauisch und mit Vorsicht. Der Mann mit der grünen Mütze erkannte, dass er die Aufmerksamkeit bekommen hatte, die er brauchte. "Ich kann ihnen alles genau erklären, Mr. Summers, aber nicht hier. Unter vier Augen."

Ty wechselte einen kurzen Blick mit Liam McNamara, dann öffnete er das Tor einen Spalt breit, gerade genug, dass McQueen (falls er denn wirklich so hieß) hindurchschlüpfen konnte. Die Reporterteams, die erstaunlich ruhig geworden waren, wurden plötzlich wieder laut, doch Ty hatte das Tor wieder verschlossen. Draussen vor dem Tor wurden Proteste laut, sowohl von den Presseleuten, als auch von Miss Fraser. Zusammen mit dem Polizisten und McQueen ging Tyler ein Stück vom Tor weg, um sich anzuhören, was der Fremde zu sagen hatte. Dazu bedurfte es kaum mehr als eines auffordernden Blickes, denn der Demonstrantenanführer sprudelte gerade zu über vor Energie.

"Mr. Summers, ich arbeite für eine Gruppe, die sich Calman Geal nennt, und wir sind hier, um ihnen und ihren Schülern zu helfen, wenn sie uns lassen. Wir haben Cathal Morrison geholfen, sich an ihrer Schule zu bewerben, und nun wollen wir ihnen unsere Hilfe anbieten."

Sowohl der Mechaniker als auch der Polizist lauschten aufmerksam, als der junge Menschenrechtler seine Erklärungen begann...



Szene 3
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Es dauerte keine Stunde, da standen McQueen, Liam McNamara und Tyler wieder am Tor. Einige der Fernsehteams waren bereits wieder verschwunden, andere hatten eisern ausgeharrt und warteten die weitere Entwicklung ab.

Aber das Durchhaltevermögen der Reporter wurde arg enttäuscht, denn ohne jeden Kommentar ließ Ty den Mann mit der grünen Mütze und den Polizisten zum Tor hinaus und wollte wieder in Richtung der Ruine verschwinden. Dann fiel sein Blick auf Eleanora Fraser, die noch immer mit eisigem Blick abseits stand und ihn genau anstarrte. Also liess Ty sie kurz hereinkommen. McNamara unterhielt sich kurz mit den wenigen Kollegen, die noch am Tor geblieben waren, um dafür zu sorgen, dass sich niemand unrechtmäßig Zutritt verschaffte. Dann stieg er mit zwei anderen Polizisten in ein Auto und fuhr weg.

McQueen, obwohl von Kameras umringt, ließ sich nur zu einem kurzen Kommentar hinreißen.

"Man hat unser Hilfsangebot akzeptiert und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um ein Zeichen gegen den Mutantenhass zu setzen."

Dann stiegen er und die Demonstranten in ihre Autos und fuhren davon, um die versprochenen Hilfsleistungen zu organisieren.

Hätte Ty den Kommentar gehört, hätte er gewiss die Augen verdreht. Seinem Geschmack nach agierte und argumentierte dieser McQueen viel zu politisch. Aber er war momentan die beste Hilfe, die sie ungefragt angeboten bekamen, und einem geschenkten Gaul ins menschenrechtlerische Sprachorgan zu schauen wäre bestimmt ein Fehler gewesen. Zumindest hatte er dem Mann glaubhaft erklären können, dass er nicht Scott Summers war, sondern diesen nur vertrat.

Aber Tyler sprach mit Eleanora. Eigentlich hörte er in den ersten Augenblicken eher zu, denn sie überhäufte ihn mit Fragen. "Geht es ihnen gut? Geht es den anderen gut? Was ist mit den Kindern? Wo sind sie? Warum sagt mir niemand etwas? Was ist hier eigentlich... oh mein Gott!" Ihr Blick war auf die Ruine im Hintegrund gefallen, die sie vom Tor aus nicht richtig hatte sehen können. Sie schlug die Hände vor den Mund. Tyler nutzte die Chance und redete auf sie ein. "Es geht den Kindern gut, wir haben sie rechtzeitig rausgebracht." Sie sah ihn an. "Wo sind sie? Wo ist Sophie? Was kann ich tun?" Ty sah sie kurz an, dann sah sie zu den Demonstranten, die sich gerade auf den Weg machten. "Die Kinder sind auf dem Gut der McNaras. Diese Demonstranten, sie bringen sie her. Aber ich bin sicher, dass sie es dem rechtlichen Vormund einer unserer Schülerinnen nicht verwehren können, sich selbst um sie zu kümmern. Beeilen sie sich, wenn sie mitfahren wollen. Hier können sie nichts tun." Wieder sah er sie eindringlich an. Mehr Anweisungen hatte er wirklich nicht für sie, und eigentlich waren es ja auch mehr Vorschläge gewesen, oder? Vielleicht war es sogar ganz gut,wenn jemand ein Auge auf die Calman Geal warf. Man konnte nach der letzten Nacht nicht vorsichtig genug sein.

Er brachte Eleanora noch zum Tor und verschloss es hinter ihr. Nun zog er sich in McNamaras Wohnhaus zurück, um dort einige Anrufe zu tätigen. Der erste ging ans Gut McNara, wo er Padraig verlangte, um ihm mitzuteilen, dass im Laufe des Tages mehrere Fahrzeuge eintreffen würden, die ihn und die restlichen Institutsbewohner zum Gelände zurückfahren würden. Die Calman Geal würden das alles organisieren, aber Ty hatte dem nur unter der Bedingung zugestimmt, dass alle Kinder wieder auf dem Gelände bleiben würden.

Der zweite Anruf ging an die Polizeistelle in Inverness, um Chief Turner über die neuesten Entwicklungen zu informieren, und um alle polizeilichen Notfallbetreuer anzufordern, die der Chief entbehren konnte. Wenn er diese Kinder wirklich noch befragen wollte, musste er sie erstmal entsprechend darauf vorbereiten lassen, und Ty war kein Psychologe. Er konnte sich nur vage ausmalen, welchen Effekt diese Nacht auf die Schüler gehabt haben musste und um wie vieles schlimmer der Anblick des leeren Hauses sein würde. Nein, ohne entsprechende Fürsorge konnte das nicht gut gehen.

Es folgten noch weitere Anrufe; der letzte von diesen ging an eine mysteriöse Baufirma, die in keinem Telefonbuch verzeichnet war. Allerdings wussten sie bereits genau, um welches Gebäude es sich handelte, denn sie hatten es schon einmal hergerichtet. Sie würden auch dieses Mal dafür sorgen, dass aus der Ruine wieder eine richtige Schule wurde. Ihre Fahrzeuge würden am späten Nachmittag eintreffen. Zufrieden legte Ty auf, auch wenn er noch keinen Schimmer hatte, wie das alles finanziert werden würde.

Bei seinem Anruf nach New York hatte er sich kurz fassen müssen, aber er hatte mitbekommen, dass das gesamte Team inklusive der schottischen Verstärkung noch immer unterwegs war. Der Professor war schockiert gewesen, als er über die Entwicklungen informiert wurde, aber mehr als finanzielle Hilfe anzubieten lag außerhalb seiner Macht. Ty schlussfolgerte daraus, dass es in New York wahrscheinlich ähnlich aussah wie hier. Zwei Schulen, beide bis auf die Grundmauern zerstört, innerhalb von 24 Stunden. Das war kein Zufall mehr.

Er schreckte hoch, als das Telefon neben ihm klingelte. Die Nummer auf dem Display verriet ihm, dass es wohl der Professor war, der nun zurückrief. Nun war es Zeit für eine ausführlichere Version. Ty seufzte und nahm den Hörer ab...



Szene 4
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Ein Hupen vom Tor her forderte Tys Aufmerksamkeit, die gerade eben noch auf die Ruine gerichtet war. Zweifel hatten sich in ihm breit gemacht, Zweifel darüber, ob ein Wiederaufbau wirklich die richtige Entscheidung war. Es wäre um so vieles einfacher, die Schüler allesamt nach New York zu schicken und das Projekt hier einfach zu vergessen. Es war ja nicht einmal sein Institut, es war die Idee von Logan und Storm gewesen. Und beide waren nicht hier. Das Gespräch mit Charles Xavier hatte einiges ans Licht gebracht, aber bei der großen Frage half es ihm nicht weiter. Er würde noch eine Weile darüber nachdenken müssen.

Nur blieb ihm dafür keine Zeit mehr, denn vor dem Tor stand ein großer Transporter, und dahinter gleich noch drei mehr. Und es sah so aus, als wären sie mit Gerüstteilen beladen. Wer auch immer diese mysteriöse Baufirma war, deren Telefonnummer er auf so umständliche Weise erfragen musste, sie waren in jedem Falle schnell. Ty trabte zum Tor. Der Fahrer des ersten Trucks war ausgestiegen und sprach ihn auch sofort mit Namen an. Ein kurzes Gespräch und eine Unterschrift später öffnete Ty das Tor und die Wagenkolonne rollte auf das Gelände.

Er wollte das Tor gerade wieder schließen, als ein kleiner Lieferwagen heranrollte. Am Steuer saß ein Mann in einem weißen T-Shirt mit grünem Aufdruck. "Bin ich hier richtig für die Zelte?" fragte er mit schwerem schottischen Akzent, so dass Ty noch zweimal nachfragen musste, bis er den Mann richtig verstanden hatte. Dann nickte er und wies ihn an, auf die andere Seite des Sees zu fahren. Als der Lieferwagen sich wieder in Bewegung setzte, erkannte Ty mehrere längliche Pakete auf der Ladefläche, die ganz nach Zelten aussahen. Ob er die wohl alle allein aufbauen wollte? Scheinbar nicht, denn schon kamen zwei weitere Autos gefahren, die nach kurzem Stopp dem Lieferwagen folgten. Die Insassen wirkten teilweise ernst, andere waren recht ausgelassen. Sie alle trugen die weißen T-Shirts der Calman Geal.

Aber auch dieses Mal kam Ty nicht dazu, das Tor zu schließen, denn ein weiteres Fahrzeug näherte sich. Die beiden Männer in diesem Auto kannte er hingegen, es waren der Blockwart und Jeremias Kinikan. Erst jetzt fiel Ty siedendheiß ein, dass er Mr. Kenneth letzte Nacht nirgendwo gesehen hatte. Wo war er nur gewesen? Offensichtlich nicht im Gebäude und das war auch gut so, sonst hätten sie einen weiteren Verlust zu beklagen.

"Was ist hier nur passiert?" war die erste Frage, der sich Ty stellen durfte, und die er wie bereits zuvor mit einem "Wissen wir noch nicht" beantwortete. "Wir haben die meisten Kinder rechtzeitig rausgebracht, aber das Gebäude ist hin, wie man seh..."

Sein Blick ging hinüber zur Ruine des Instituts und einen Moment lang konnte er es selbst nicht glauben. An der dem Tor am nächsten gelegenen Ecke der Ruine erhob sich bereits eine Gerüstkonstruktion von nicht weniger als zehn Metern Höhe, die stetig entlang beider Außenwände weiter wuchs. Die Männer der Baufirma wuselten wie Ameisen umher und jede Sekunde fand ein weiteres Teil seinen Platz. Es erinnerte fast an einen Zeitrafferfilm.

"Äh..." drehte Ty sich wieder zu den beiden Angestellten um, "wir haben noch ein paar Helfer bekommen. Sie wollen Zelte errichten, bis das Gebäude fertig saniert wurde. Sie sind auf der anderen Seite des Sees. Die Kinder werden in ein paar Stunden wieder hier sein." Das war auch so ziemlich der ganze Bericht, den er den beiden geben konnte.

"Dann werden wir uns mal dort etwas nützlich machen" antwortete JFK mit einer unerschütterlichen guten Laune und trat aufs Gas.

Auf der anderen Seite des Sees, wo in der Nacht noch die Transporthubschrauber die Fußtruppen abgesetzt hatten, standen die drei Fahrzeuge der Calman-Helfer. Sie hatten inzwischen die Zeltpakete abgeladen und arbeiteten nun gemeinsam daran, sie zu großen Mehrpersonenzelten aufzubauen. Das ging teilweise mit munteren Bemerkungen voller Arbeitseifer, teilweise mit Flüchen und Schmerzenslauten vonstatten, weil jemand sich etwas auf den Fuß hatte fallen lassen. Unter ihnen war auch eine junge Frau von nicht ganz zwanzig Jahren, das ihren männlichen Mitarbeitern in nichts nachstand. Ihr braunes Haar hatte sie nach hinten zusammen gebunden und sie schwitzte auch ordentlich bei der Arbeit, aber sie beschwerte sich nicht ein einziges Mal. Im Gegenteil, sie war es, die die Männer sogar noch anstachelte, und jeden an sie gerichteten Kommentar geschickt konterte, während sie gleichzeitig wieder ein Zeltgerüst zusammensteckte. In diese beschäftigte Atmosphäre gesellten sich nun auch Deon Kenneth und Jeremias Kinikan, die sofort mit anpackten.

Für die Augen des am Tor stehenden Mechanikers spielte sich geradezu ein Wunder ab. Nicht nur, dass die Baufirma die Ruine in Rekordzeit mit einem Baugerüst umgab, nein, auf der fernen Seite des Sees erhoben sich im gleichmäßigen Takt Zelte, errichtet von Personen, die an eine Zukunft für diese Schule und für ihre Schüler glaubten. Angesichts so viel Zuversicht, wie konnten da seine eigenen Zweifel noch bestehen? Sie schmolzen beständig dahin und als die nächste Wagenkolonne der Calman mit einem großen Gemeinschaftszelt und ersten Nahrungsmittelspenden eintraf, konnte Ty zum ersten Mal seit der letzten Nacht tatsächlich wieder lächeln.



Szene 5
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Nach einer weiteren Stunde traf eine weitere Gruppe Fahrzeuge ein. Eines davon erkannte Ty sofort, da er es mehrfach falsch geparkt vor dem Haupteingang vorgefunden hatte: Eleanora Fraser. Er winkte die Fahrzeuge einfach durch und sandte sie hinüber zu den Zelten.

Dort hatte sich mittlerweile einiges getan. Ein größeres Sommerzelt war aufgebaut worden, in dem JFK mit Hilfe von Propankochern und leihweise zur Verfügung gestelltem Kochgeschirr aus dem Lebensmittelspenden der Calman einen herzhaften Eintopf zubereitete. Die Arbeiter waren gerade damit beschäftigt, das riesige Gemeinschaftszelt zu errichten. Mitten im Gewirr aus Seilen, Gestänge und Zeltwänden fand sich auch das junge Mädchen wieder. Zwei Männer hielten den riesigen Mittelpfosten fest, während außen die anderen Helfer mit Seilen die Zeltbahnen in Position zogen, unter ihnen auch die zierliche Helferin. Es war eine ungeheure Anstrengung, und der Schweiß lief ihr in Strömen über das Gesicht, aber sie beschwerte sich nicht. Sie biss die Zähne nur noch fester zusammen und legte sich noch mehr ins Zeug.

Die Schüler stiegen aus den Autos und sahen sich verstört um. Die Ruine auf der anderen Seite des Sees verschwand in diesem Augenblick hinter einer gigantischen Plane, die außen am Gerüst heruntergelassen wurde und jegliche Sicht versperrte. Ty versammelte die Kinder einen Moment an der Seite, um mit ihnen zu reden.

"Ich weiß, dass ihr viel durchgemacht habt. Und es ist noch nicht vorbei. Aber wie ihr seht, gibt es Menschen, die uns allen helfen wollen. Sie bauen in diesem Moment das Institut wieder auf. Sie haben uns diese Zelte zur Verfügung gestellt. Und das Essen. Es gibt Menschen, die bereit sind, mit uns für eine bessere Zukunft zu arbeiten. Dass das nicht selbstverständlich ist, habt ihr alle heute Nacht erlebt. Und das Einzige, was uns gerettet hat, war die Tatsache, dass niemand von unserem Fluchtweg wusste. Wenn irgendwer davon gewusst hätte, wäre niemand entkommen. Ich weiß, es ist viel verlangt, aber ich möchte, dass es so bleibt. Ich bin bereit, diesen Menschen zu vertrauen, aber ich will diese letzte Hintertür behalten. Darum bitte ich euch darum, niemandem zu erzählen, auf welchem Weg wir das Gebäude verlassen haben. Wenn jemand fragt - und das werden sie - dann sind wir in den Wald geflüchtet. Das entspricht der Wahrheit."

Ty musste seine Ansprache beenden, denn am Tor trafen zwei Wagen von der Polizei ein, die sich auch sofort den Zelten näherten. Außer den Fahrern sahen die Insassen allerdings nicht wie Polizisten aus. Es waren die psychologischen Betreuer, die Ty angefordert hatte. Sie begannen sofort, sich die Ruine anzusehen und sich hastig Notizen zu machen. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt bereits der größte Teil des Gebäudes hinter der Plane verschwunden. Natürlich fragten sie, ob sie hineingehen durften und Ty hätte sich auch gewundert, wenn sie das nicht getan hätten. Aber auch ihnen erzählte er von den giftigen Substanzen und seitdem hatten die Betreuer das Interesse an der Baustelle verloren. Dafür gingen sie an ihre Arbeit. Sie begannen sich um die Schüler zu kümmern, sprachen mit jedem einzelnen von ihnen und boten ihnen an, über alles zu sprechen, worüber auch immer sie etwas sagen wollten.

So verging auch der Rest des Tages. Am Abend hatten die Helfer der Calman Geal einen riesigen Holzhaufen aufgeschichtet, der ein Lagerfeuer für alle ergeben sollte. Wäre der Anlass nicht so tragisch gewesen, dann hätte es sogar richtig schön sein können. Aber selbst das Abendessen aus JFKs fähigen Händen gezaubert konnte die ersehnte Lagerfeuerstimmung nicht real werden lassen.

Die Bauarbeiten gingen auch die Nacht hindurch weiter. Künstliche Flutlichtanlagen erhellten die Plane von der Innenseite, während Schatten hin und her liefen und ihrer Arbeit nachgingen. In den Zelten, auf Feldbetten und Luftmatratzen, würden die Schüler gelegentlich das Hämmern oder Bohren von der anderen Seite des Sees herüberschallen hören.

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Von Katzen versteht niemand etwas, der nicht selbst eine Katze ist. - Natsume Sôseki (japanischer Dichter)


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